Unglück an der A7 Neue Brücke stürzt ein

40 Meter der neuen Fahrbahn fielen auf ein Baugerüst unter der Brücke.

(Foto: Nicolas Armer/dpa)

Bei einem schweren Unfall auf der Baustelle einer neuen Autobahnbrücke ist ein Bauarbeiter getötet worden.

Von Olaf Przybilla, Werneck

Bei einem schweren Arbeitsunfall auf der Baustelle einer neuen Autobahnbrücke in Unterfranken ist mindestens ein Bauarbeiter getötet worden. Mehrere Menschen wurden schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei stürzten etwa 40 Meter Fahrbahn der neuen Brücke bei Schraudenbach an der Autobahn 7 nach unten und rissen mehrere Arbeiter eines Bauunternehmens mit in die Tiefe. Der Schutt türmte sich an einigen Stellen etliche Meter hoch, zunächst waren mehrere Arbeiter unter den Trümmern verschüttet. Warum die neue Brücke zwischen zwei Pfeilern eingebrochen ist, sei noch unklar, sagte eine Polizeisprecherin. Mehr als 100 Einsatzkräfte waren am Mittwochabend an der Unglücksstelle im Einsatz.

Zum Zeitpunkt des Einsturzes waren etwa 20 Arbeiter auf der Baustelle beschäftigt. Die genaue Zahl war den Einsatzkräften zunächst unbekannt, "möglicherweise haben sich Arbeiter zuvor von der Baustelle entfernt", sagte die Polizeisprecherin. Vermutlich werde man bis spät in die Nacht nach Verschütteten suchen müssen. An der Unglücksstelle waren auch Rettungshubschrauber und Suchhunde im Einsatz.

Der Verkehr auf der Autobahn war von dem Einsturz der neuen Brücke nicht betroffen. Fahrzeuge werden an der Baustelle bislang noch über die alte Brücke geleitet, von der neuen Brücke stand bisher nur der Rohbau. Warum dieser in Teilen eingestürzt ist, darüber könne man nur spekulieren. Die Ermittlungen werden "sicherlich mehrere Tage dauern", sagte eine Polizeisprecherin. Die Brücke bei Schraudenbach im Kreis Schweinfurt, etwa zwei Kilometer südlich des Autobahnkreuzes Schweinfurt/Werneck gelegen, muss neu gebaut werden.