bedeckt München 15°

Unfälle - Nortorf:Tesla kracht in Baumarkt: Staatsanwaltschaft prüft Ursache

Deutschland
Ein Blaulicht an einer Polizeistreife. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild (Foto: dpa)

Nortorf (dpa/lno) - Ein Gutachter soll im Auftrag der Staatsanwaltschaft die Ursache des tödlichen Unfalls auf dem Gelände eines Baumarkts in Nortorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) klären. "Wir wollen wissen, ob möglicherweise ein technischer Defekt des Tesla-Unfallautos vorlag oder ein Eigenverschulden der Fahrerin", sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler am Mittwoch in Kiel der Deutschen Presse-Agentur. Zu den offenen Frage gehöre auch, ob das Fahrzeug des US-Herstellers teilautonomes Fahren ermögliche. Bei dem Unfall am Dienstag war eine 76-jährige Kundin in dem Baumarkt unter Trümmern begraben worden und ums Leben gekommen.

Laut Polizei war eine 70-Jährige am Nachmittag mit ihrem Auto in den Eingang des Baumarkts gefahren. Eine Glastür zersplitterte, ein Container mit Blumen wurde vom Fahrzeug in den Vorraum geschoben, auch gestapelte Briketts und andere Waren stürzten um. Helfer kümmerten sich zuerst um die Fahrerin und ihren Ehemann im Auto - beide blieben unverletzt. Auch zwei Kunden, die von Briketts an den Beinen getroffen worden waren, blieben weitgehend unverletzt.

"Kurz darauf stellte man jedoch fest, dass sich unter den Trümmern noch eine weitere Person befand. Dabei handelte es sich um die 76-Jährige", teilte die Polizei mit. Für die alte Dame aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde sei jede Hilfe zu spät gekommen.

Neben den Rettungskräften und der Polizei waren Seelsorger im Einsatz, um sich um Unfallbeteiligte, Helfer und Mitarbeiter des Baumarkts zu kümmern. Das Unfallfahrzeug wurde sichergestellt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Zur SZ-Startseite