Umweltaktivisten in Hambach:An der Kante

Lesezeit: 15 min

Umweltaktivisten in Hambach: Chi sichert eine Absperrung auf einem Forstweg mit Nägeln und Ketten gegen Kettensägen.

Chi sichert eine Absperrung auf einem Forstweg mit Nägeln und Ketten gegen Kettensägen.

(Foto: Alexander Jesipow)

Der Tagebau Hambach im Rheinischen Braunkohlerevier gilt als größtes Loch Europas - und wächst trotz der Energiewende weiter. Seit Jahren besetzen Umweltaktivisten in der Nähe ein bedrohtes Waldstück. Jetzt eskaliert der Streit.

Von Patrick Bauer, SZ-Magazin

Das Loch ist der Feind. In dieser Nacht im September liegen oben an der Kante des Lochs vier Gestalten auf dem Bauch. Sand rieselt in ihre Stiefel, Gestrüpp sticht in ihre Hände. Es sind drei junge Männer und eine junge Frau, nicht alle volljährig, Jungs und Mädchen noch. Sie nennen sich Chi, Sushi, Tatze und Pfote. Sie tragen Tarnjacken, "Camous", und Sturmhauben, ihre "Hassis". Sie reden, als sei alles bloß ein Spiel: "Aktivistis" sind sie, "Bürgis" die Spießer. "Hambi" heißt der Wald, den sie retten wollen, "Secus" die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, der das Werksgelände des Energiekonzerns RWE schützt, das sie gerade ohne Genehmigung betreten haben.

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