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Umstrittener Pickup-Artist:Großbritannien verweigert Julien Blanc Einreise

  • Der als "Profi-Aufreißer" bekannte Julien Blanc darf nicht nach Großbritannien reisen.
  • Mehr als 160.000 Briten hatten zuvor eine Online-Petition gegen Blanc unterzeichnet.

Kein Visum für den selbsternannten "Aufreiß-Künstler"

Die britische Regierung lässt den umstrittenen Pickup-Artist Julien Blanc nicht nach Großbritannien einreisen. Sie sei froh, dass der Referent aus den USA nun keine Seminare in Großbritannien anbieten könne, erklärte Innenstaatssekretärin Lynne Featherstone. "Die Anwesenheit von Julien Blanc im Vereinigten Königreich hätte dazu führen können, dass die Fälle von sexueller Gewalt und Belästigung zunehmen."

Der gebürtige Schweizer zeigt Männern in teuren Seminaren, wie sie sich Frauen gegen deren Willen gefügig machen können. Mehr als 160.000 Menschen hatten eine Online-Petition unterzeichnet, in der Blanc als "gewalttätiger Frauenfeind" bezeichnet wird.

In Australien hatte Blanc bereits Auftritte absagen müssen. Blanc musste das Land verlassen, weil sein Visum nach heftigen Protesten zurückgezogen wurde. Auch in Kanada gibt es Forderungen, ihm die Einreise zu verweigern. Blanc äußerte sich Anfang der Woche in einem Gespräch mit dem US-Sender CNN reumütig. Er entschuldigte sich bei allen, "die ich in irgendeiner Weise beleidigt habe". Umstrittene Fotos, die zeigen, wie er Frauen würgt, seien "aus dem Zusammenhang gerissen" worden.

Blanc möglicherweise bald in München

Die Firma Real Social Dynamics, für die Julien Blanc als Trainer arbeitet, plant Mitte Dezember auch in München einen Workshop. Die Stadtratsfraktionen der Grünen und der Rosa Liste haben das Kreisverwaltungsreferat bereits vor einigen Tagen aufgefordert, Auftritte von Blanc oder seiner Firma zu verhindern. Ob Julien Blanc tatsächlich als Seminarleiter für den Münchner Workshop vorgesehen ist, ist unklar.