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Umfrage:Wovor die Menschen Angst haben

Die Menschen fürchten die Gefahr vor dem Terror laut einer Studie mehr als die Folgen des Klimawandels.

Dies geht aus einer Befragung des Marktforschungsinstituts GfK hervor. Für die Studie im Auftrag des Wall Street Journal Europe wurden im September und Oktober insgesamt etwa 21.000 Menschen in 20 Ländern Europas, in Indien und den USA zu den am meisten verbreiteten Ängsten befragt.

Der Regenwald in Costa Rica: Die Gefahr, die der Klimawandel für Natur und Menschen bedeutet, beängstigt laut einer Umfrage nur 14 Prozent der Menschen

(Foto: Foto: dpa)

Ein Drittel aller Befragten sorgt sich demnach vor Terror oder Krieg, wobei der Studie zufolge die Angst vor Terror in den meisten Ländern überwiegt.

In Westeuropa zeigt sich die spanische und französische Bevölkerung besonders sorgengeplagt: 47 beziehungsweise 38 Prozent haben Angst vor Terroranschlägen oder Krieg. Für die US-Bürger hat das Thema einen geringeren Stellenwert: Nur ein Viertel äußerte diesbezügliche Ängste.

Der Klimawandel und andere Umweltprobleme beschäftigt der Umfrage zufolge nur 14 Prozent der Menschen in den untersuchten Ländern.

Allgemein gehören Krankheit, Tod und Verletzung der Studie zufolge weltweit zu den am meisten verbreiteten Ängsten. Auf die Frage, "Was ist Ihre größte tägliche Angst?", antworteten 39 Prozent der Deutschen: Tod, Krankheit und Verletzungen in der Familie.

20 Prozent hatten demnach überhaupt keine Ängste. Finanzielle Probleme, zum Beispiel durch den Verlust des Arbeitsplatzes, bereiten zwölf Prozent der Deutschen Sorgen. Die Trennung vom Partner oder Probleme mit den Kindern spielen den Angaben zufolge hierzulande eine untergeordnete Rolle.

Bei der Umfrage stellte sich heraus, dass die US-Amerikaner mit 16 Prozent deutlich weniger Angst vor Tod, Krankheit und Verletzung haben als beispielsweise die Schweden mit 51 Prozent. Mehr als ein Drittel der befragten US-Amerikaner behauptete, gar keine Ängste zu haben. Weltweit äußerte sich nur ein Fünftel der Menschen so optimistisch.

© dpa/aho/cag
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