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Überschwemmungen in Indien:20 Tote bei Absturz eines Rettungshubschraubers

Hochwasser in Indien

Rettungskräfte im Einsatz: Hier versuchen Polizisten von den Fluten eingeschlossene Menschen zu retten.

(Foto: AFP)

Während sie versuchten, Menschen in den Hochwassergebieten Nordindiens zu helfen, sind 20 Rettungskräfte beim Absturz eines Helikopters getötet worden. Insgesamt sind in den Fluten schon fast tausend Menschen ums Leben gekommen.

Beim Absturz eines Rettungshubschraubers im Hochwassergebiet in Nordindien sind alle 20 Insassen ums Leben gekommen. Wie die Behörden in Uttarakhand bestätigten, ereignete sich die Tragödie bei den Rettungsarbeiten wegen der verheerenden Überschwemmungen, die den Bundesstaat heimsuchen.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar. Möglicherweise handele es sich um einen technischen Fehler oder der Absturz sei auf das schlechte Wetter zurückzuführen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Aufschluss erhofften sich die Ermittler von der Auswertung der Black Box, die inzwischen gefunden wurde.

Der Hubschrauber der indischen Luftwaffe mit Soldaten, Polizisten und Rettungskräften an Bord war am Dienstag in steilem Gelände nahe dem Pilgerort Kedarnath abgestürzt. Die Rettungsarbeiten gingen jedoch weiter, betonte Luftwaffenchef NAK Browne. Regenfälle und Nebel am Mittwoch behinderten die Arbeiten aber weiterhin.

Insgesamt kamen in den Fluten bislang offiziellen Angaben zufolge 845 Menschen ums Leben, weitere Opfer werden befürchtet, berichtete die Nachrichtenagentur IANS. Aus Angst vor Epidemien hatten die Behörden eine Massenbeerdigung angeordnet. Die Feuerbestattung musste jedoch wegen der heftigen Regenfälle verschoben werden, wie ein Behördenvertreter sagte.

Früher als üblich einsetzende Monsun-Regenfälle hatten vor zehn Tagen Zehntausende Menschen in der bei Pilgern und Touristen beliebten Region Uttarakhand überrascht. Bislang wurden etwa 90.000 Menschen evakuiert, bis zu 6000 sind noch von der Außenwelt abgeschnitten. Die Hilfsorganisation Caritas vermutet, dass es bis zu 10.000 Todesopfer geben könnte. Der Zugang zum Katastrophengebiet sei schwierig, weil Hunderte Straßen und Brücken zerstört seien. Flüsse haben Häuser und sogar ganze Dörfer weggerissen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe wird jedoch erst klar werden, wenn das Hochwasser zurückgegangen ist.