bedeckt München
vgwortpixel

Überschwemmungen in Deutschland:Justizminister der Länder wollen Pflichtversicherung

Bei den Versicherungen beginnt derweil schon die Bestandsaufnahme der Flutschäden. Der Allianz-Konzern könnte glimpflicher davongekommen sein als bei der Elbe-Flut 2002. Europas größter Versicherer muss diesmal voraussichtlich für Schäden in Höhe von 350 Millionen Euro geradestehen.

Deutschlands größter öffentlicher Versicherer, die Versicherungskammer Bayern, rechnet mit Belastungen von etwa 50 Millionen Euro, verursacht durch mehr als 8.000 Schadenfälle.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) fordert eine Versicherungspflicht gegen Schäden durch Hochwasser und andere Naturkatastrophen. Dabei müsse es aber für die Versicherten finanzielle Anreize geben, in Schutzmaßnahmen gegen solche Schäden zu investieren, heißt es einem Modell des DIW.

Hochwasserschäden in Bayern

Bilder der Zerstörung

Flugbeschränkungen entlang der Elbe

Notwendig sei eine Staatsgarantie für besonders große Schäden, ohne die die Versicherungsbranche nicht mitmachen werde. Die Justizminister der Bundesländer hatten sich für eine Pflichtversicherung für Hausbesitzer ausgesprochen, die Elementarschäden etwa durch Hochwasser oder Erdrutsche abdeckt.

Um beim Hochwassereinsatz Probleme durch schaulustige Hobbypiloten zu verhindern, verlängerte das Bundesverkehrsministerium Flugbeschränkungen entlang der Elbe. Seit dem Wochenende waren Flüge zum Schutz des Einsatzluftverkehrs an der Donau und Elbe beschränkt. An der Donau um Deggendorf in Bayern werden die Beschränkungen den Angaben nach in der Nacht zum Samstag aufgehoben.