Erfahrungsberichte schreiben die Menschen meistens über ein Auslandsstudium oder eine neue Yoga-Methode. Polizisten behalten ihre dienstliche Erfahrungen eigentlich für sich, sie verfassen eher nüchterne Protokolle. Am 4. Januar aber schrieb ein Beamter der Bundespolizei auf, was er in der Silvesternacht vor dem Kölner Hauptbahnhof erlebt hatte. Seine Sätze über einen Mob betrunkener Männer, der Frauen sexuell belästigte, entfachten eine Debatte darüber, ob Deutschland weiter Flüchtlinge aufnehmen sollte.
Übergriffe an Silvester:Übergriffe in Köln: Polizei ermittelt gegen Polizei
Kölner Polizisten vor dem Hauptbahnhof: Wegen der Berichte über die Vorfälle der Silvesternacht wird nun wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses ermittelt.
(Foto: Maja Hitij/dpa)- Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ermittelt die Kölner Polizei in mehreren Fällen wegen Verletzung des Dienstgeheimnisses gegen Polizeibeamte.
- Es geht um die Vorfälle in der Silvesternacht - und die Frage, wie interne Berichte an die Öffentlichkeit gelangen konnten.
Von Bernd Dörries
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
"House of Gucci" im Kino
Verkorkste Show
Liebeskummer
"Wer sich selbst kennt, hat einen riesigen Vorteil in Liebesbeziehungen"
Schwerpunkt Wohnen
Braucht's wirklich so viel Küche?
SZ-Magazin
»Angst macht Stress, Stress macht Zähneknirschen«
Zurückweisung
"Je größer die Selbstliebe, desto schmerzlicher die Abweisung"