Verdacht auf LebensmittelvergiftungTote Touristen in Istanbul: Hotelangestellte festgenommen

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Blick über das Goldene Horn auf das Zentrum von Istanbul mit dem Galataturm. Die Stadt ist nicht nur wegen ihrer historischen Gebäude bekannt, sondern auch wegen des vielfältigen kulinarischen Angebots.
Blick über das Goldene Horn auf das Zentrum von Istanbul mit dem Galataturm. Die Stadt ist nicht nur wegen ihrer historischen Gebäude bekannt, sondern auch wegen des vielfältigen kulinarischen Angebots. (Foto: Onur Dogman/Onur Dogman/SOPA Images via ZUMA)
  • Eine Hamburger Familie stirbt, möglicherweise nach einer Lebensmittelvergiftung, in Istanbul - Mutter und zwei Kinder sind tot, der Vater liegt auf der Intensivstation.
  • Türkische Behörden haben vier Verdächtige wegen fahrlässiger Tötung festgenommen, darunter Verkäufer von Süßigkeiten und Hotelangestellte.
  • Ein Streetfood-Imbiss im Stadtteil Beşiktaş wurde geschlossen und versiegelt, Proben wurden an den Orten entnommen, wo die Familie gegessen hatte.
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Nach dem Tod einer Mutter und ihrer beiden Kinder in der Türkei rückt das Hotel der Familie in den Fokus der Ermittlungen. Die Polizei nahm mehrere Personen fest.

Im Istanbuler Vergiftungs-Fall gerät das Hotel der Familie in den Fokus der Ermittlungen. Nachdem eine Hamburger Mutter und ihre beiden Kinder starben und zwei weitere Touristen mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht wurden, nahm die Polizei am Samstag drei weitere Verdächtige fest, darunter ein Verantwortlicher des Hotels im Stadtteil Fatih. Am Sonntag wurde zudem ein Bäcker festgenommen. Er arbeite in einem Laden in der Nähe des Hotels im Stadtteil Fatih, berichteten die Tageszeitungen Cumhuriyet und Sabah übereinstimmend. Damit steigt die Zahl der Festgenommenen auf acht. Eine offizielle Bestätigung lag zunächst nicht vor.

Die Spurensicherung der Polizei habe unter anderem Proben des Trinkwassers genommen. Es sei zudem festgestellt worden, dass ein Zimmer im Erdgeschoss mit Chemikalien desinfiziert worden sei. Bei den beiden anderen Festgenommenen handele es sich um die Personen, die diese Desinfektion durchgeführt hätten. In der Türkei werden oftmals Chemikalien gegen Ungeziefer verwendet.

Die Mutter und ihre Kinder im Alter von drei und sechs Jahren starben mutmaßlich an einer Lebensmittelvergiftung. Genaueren Aufschluss sollen Laborergebnisse geben, die noch ausstehen. Ein erster Autopsiebericht lieferte kaum nennenswerte Hinweise.

Die drei Hamburger wurden am Samstag im westtürkischen Afyonkarahisar beigesetzt. Die Familie hat türkische Wurzeln. Der Vater der Familie wird auf einer Intensivstation in Istanbul weiter behandelt. Bei den neuen Krankheitsfällen handele es sich um Touristen aus Italien und Marokko. Sie schweben den Angaben zufolge nicht in Lebensgefahr.

Am Freitag waren bereits vier Verdächtige festgenommen worden. Laut dem Staatssender TRT geht es um Verkäufer von Süßigkeiten, gefüllten Muscheln und einem Gericht aus Kalbsdärmen (Kokorec). Ihnen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, berichtete Anadolu. Demnach sind alle Verdächtigen wegen anderer Delikte vorbestraft. Die Behörden ließen zudem einen Laden schließen, in dem die Familie gegessen haben soll.

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