Tornado in Tschechien:"Hier herrscht großes Chaos, große Panik"

Ein Unwetter in Südmähren hinterlässt eine Schneise der Zerstörung: Abgedeckte Dächer, eingerissene Mauern, umgeworfene Lkws, Rettungskräfte aus dem ganzen Land sind im Einsatz.

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Aftermath of rare tornado in Moravska Nova Ves

Quelle: DAVID W CERNY

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Eine Frau schiebt ihr Rad über eine verwüstete Straße im Ort Moravská Nová Ves (Mährisch Neudorf). Laut tschechischem Wetterdienst ČHMÚ hat ein Tornado das Gebiet in Südmähren nahe der österreichischen und der slowakischen Grenze heimgesucht.

Tornado in Tschechien

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Der Tornado hat Dächer abgedeckt sowie Busse und Lkws umgeworfen. Das Krankenhaus in Hodonín (Göding) meldete außerdem rund 200 Verletzte. Rettungskräfte haben bisher drei Tote aus den Trümmern geborgen.

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Bewohner stehen in ihrem verwüsteten Haus. "Hier herrscht großes Chaos, große Panik", sagte ein Augenzeuge aus der Gemeinde Lužice (Luschitz) dem Fernsehender ČT. Die Notrufleitungen waren überlastet. Viele der noch stehenden Häuser sollen einsturzgefährdet sein. Auch am Schloss Valtice (Feldsberg), Unesco-Weltkulturerbe, entstand ein Millionenschaden.

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Der Tornado schleuderte Autos durch die Luft. Der stellvertrende Bürgermeister der Gemeinde Hrušky (Birnbaum) sagte, dass der halbe Ort dem Erdboden gleichgemacht worden sei. "Geblieben sind nur die Mauern, ohne Dach, ohne Fenster." Die Menschen hätten sich kaum schützen können.

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Ein Hund wird an den zerstörten Gebäuden von Moravská Nová Ves vorbeigetragen. Die Regierung beorderte Rettungskräfte aus dem ganzen Land. "Alles, was Arme und Beine hat, fährt dorthin", sagte Innenminister Jan Hamáček. Hilfe kommt auch aus Österreich und der Slowakei.

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Ein solcher Tornado ist als Wetterphänomen äußerst selten in Mitteleuropa. In den Verwaltungsbezirken Břeclav (Lundenburg) und Hodonín fielen Berichten in den sozialen Medien zufolge Hagelkörner von der Größe von Tennisbällen. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babiš will das Unglücksgebiet am Nachmittag nach seiner Rückkehr aus Brüssel besuchen.

© reuters/dpa/jbee/berj/cat
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