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Tschechien:Gewinner von 90-Millionen-Jackpot meldet sich - endlich

  • Mehrere Wochen hat sich ein Tscheche Zeit gelassen, bis er seinen Lotto-Gewinn von 90 Millionen Euro bei der Lotteriegesellschaft einlöste.
  • Zwischenzeitlich meldeten sich einige Betrüger bei der Lottozentrale in Prag und versuchten, sich als Inhaber der korrekten Tippzahlen auszugeben.

Millionen-Gewinner meldet sich

Das Warten hat ein Ende: Der Gewinner des Eurojackpots von 90 Millionen Euro aus Tschechien hat sich wenige Tage vor Ablauf der Frist gemeldet. Ein Mann mittleren Alters habe am Donnerstag persönlich den richtigen Tippschein vorgelegt, sagte ein Sprecher der Lotteriegesellschaft Sazka. Umgerechnet 9900 Euro habe der Glückspilz in der Lottozentrale in Prag sofort mitgenommen - um dann zum Zug in seine Heimatstadt zu eilen. An der Zahlenlotterie Eurojackpot nehmen mehrere europäische Länder teil.

Der Mann wartete demnach fast einen ganzen Monat seit der Ziehung in Helsinki, damit sich der Medienrummel etwas beruhigen konnte. Der Gewinner gehe weiterhin zur Arbeit und überlege sorgfältig, wie er das Geld anlegen solle, sagte der Sprecher.

Er stamme aus der Verwaltungsregion Pardubice, rund 120 Kilometer östlich von Prag. Die Lotteriegesellschaft hat nun offiziell 60 Tage Zeit, um den Rest der Riesensumme von mehr als zwei Milliarden Tschechischen Kronen auf das Bankkonto des Glücklichen zu überweisen. Er hatte als Einziger in Europa für die Ziehung am 15. Mai die richtigen Zahlen 12-14-18-38-46 sowie die Zusatzzahlen 9 und 10 getippt.

Betrüger gaben sich als Tippschein-Besitzer aus

Die Nachricht, dass der Gewinner sich noch nicht gemeldet hatte, lockte Betrüger an. Dutzende Anrufer hätten vorgegeben, den passenden Tippschein gelöst, aber verloren oder weggeworfen zu haben, teilte die Lottogesellschaft Sazka am Donnerstag mit. "Eine Frau rief an und sagte allen Ernstes, dass ihr Hund den Tippschein gefressen hat", erklärte ein Sprecher in Prag. Andere Anrufer meinten, ihr Schein sei geklaut worden. Ganz dreiste Zeitgenossen böten an, mit der Lottogesellschaft halbe-halbe zu machen.

© Süddeutsche.de/dpa/dayk/pamu

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