Deko im Weißen Haus Melania Trumps Horror-Weihnachtsbäume

Alle Jahre wieder wird das Weiße Haus zu Weihnachten in ein pompöses Winter-Wunderland verwandelt. In diesem Jahr schockt die First Lady allerdings mit blutroten Bäumen.

Was ist passiert?

Das Weiße Haus hat seine alljährliche Weihnachts-Dekoration vorgestellt. Wie in einem Video zu sehen, besteht sie aus mit Lichtern überladenen Weihnachtsbäumen, vielen Schleifen, viel Rot, und überhaupt von allem sehr viel. Dazwischen spaziert die First Lady im dicken Wintermantel und High Heels. Das Motto dieses Jahres: "Amerikanische Schätze".

Bereits wie im vergangenen Jahr geht es bei den Trumps sehr patriotisch zu. Rot sei ein "Symbol des Mutes und der Tapferkeit", wie das Weiße Haus mitteilt. Und überhaupt ist Rot wohl DIE Farbe des US-Präsidenten: Sie ist in der Flagge, im US-Präsidentensiegel und auch seine berühmte "Make America Great Again"-Mütze war rot. "Unser Thema ehrt das Herz und den Geist des amerikanischen Volkes", sagte Melania Trump.

Schon im vergangenen Jahr verwandelte Melania Trump das Weiße Haus zu Weihnachten in eine weiß-silberne Winterlandschaft mit zentimeterdickem Plastikschnee.

Viel Rot, viel Glitzer und überhaupt von allem viel: die Weihnachtsdeko im Weißen Haus.

(Foto: The White House)

Warum interessiert uns das?

Weil die Geschmacklosigkeit unter den Trumps nun eine neue Dimension erreicht hat, zumindest, wenn man den Reaktionen darauf glauben will. Vor allem die blutroten Weihnachtsbäume lassen einige an Szenen aus einem Horrorfilm denken: Als "Blut-Hütchen", beschreibt eine selbsterklärte Stilkritikerin die Bäume. Und stellt gleich die Frage, ob die Horror-Deko im Weißen Haus nun zu einer neuen Tradition wird. Schließlich haben Twitter-Nutzer schon im vergangenen Jahr moniert, die glitzernden Winteräste würden eher zu einer Halloween-Deko passen.

Und jetzt?

Rot ist in diesem Jahr die dominierende Farbe im Weißen Haus. Über dem Kamin hängt ein Gemälde von George Washington, dem ersten Präsidenten der USA.

(Foto: The White House)

Kann man in die Kritik einschwenken und sagen, der schlechte Politikstil der Trumps schlage sich auch in der Ästhetik nieder. Faktisch muss man aber sagen, dass es auch unter den Obamas zu Weihnachten nicht besser aussah. In ihrem letzten Jahr als First Lady beispielsweise ließ Michelle Obama die Flure des Weißen Hauses mit Plastik-Schneemännern schmücken, die es durchaus auch in ein Gruselkabinett geschafft hätten. Zudem ist pompöse Deko zu Weihnachten in den USA nichts Ungewöchliches.

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