Tropenstrum Hurrikan zieht nach Florida

"Matthew" hat in Haiti und der Dominikanischen Republik mindestens 27 Menschen getötet.

Die Zahl der Todesopfer durch den Hurrikan Matthew ist auf mindestens 27 gestiegen. Allein in Haiti kamen 23 Menschen ums Leben, vier Todesopfer gab es in der Dominikanischen Republik. Der Wirbelsturm traf am Donnerstag mit 185 Kilometern pro Stunde im Zentrum der Bahamas auf Land. In Haiti waren einige Regionen im Süden von der Außenwelt abgeschnitten. Hilfsorganisationen kümmerten sich vor allem um die Bereitstellung von Trinkwasser. Nach vorläufigen Behördenangaben wurden 2000 Häuser überschwemmt und zehn Schulen schwer beschädigt. Die Rettungsarbeiten wurden durch den Einsturz einer Brücke behindert, die die Hauptstadt Port-au-Prince mit dem südlichen Landesteil verbindet. Nach Angaben des UN-Büros für humanitäre Hilfe (OCHA) ist die Hälfte der elf Millionen Haitianer von dem Wirbelsturm betroffen. Matthew ist der stärkste Sturm in der Region seit einem Jahrzehnt. Mehr als 21 000 Haitianer wurden in Notunterkünften wie Schulen und Kirchen untergebracht. Die für Sonntag geplanten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen wurden verschoben. Im Osten Kubas zerstörte Matthew die Stadt Baracoa mit ihren Häusern aus der Kolonialzeit. Zuvor waren in dem Inselstaat 1,3 Millionen Menschen in Sicherheit gebracht worden. Der Hurrikan wurde am Donnerstagabend (Ortszeit) in Florida erwartet. In Florida und in Teilen von North Carolina und Georgia riefen die Behörden den Notstand aus. In South Carolina ordnete die Gouverneurin die Evakuierung der Küsten an. Etwa 1,1 Millionen Menschen sollten mindestens 160 Kilometer weit ins Inland ziehen.