Jetzt gerade ist es ruhig auf dem Flur im Geburtshaus Trier. Kein ganz unwesentliches Detail in dieser Geschichte. Das Zimmer, um das sich hier seit Wochen alles dreht, ist an diesem Nachmittag im April geschlossen. „Besetzt“ steht auf einem kleinen Holzschild, das an der Tür baumelt. Dahinter bereitet sich eine werdende Mutter auf die Geburt vor. Vielleicht macht sie gerade Atemübungen oder entspannt sich auf dem Bett, das in der Ecke steht. Eines jedenfalls ist sicher: Wenn es richtig losgeht, muss sie in ein anderes Zimmer. Denn gebären darf man im roten Raum, wie die Hebammen ihn wegen der Wandfarbe nennen, gerade nicht.
Geburtshaus in TrierZu laut gestöhnt
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In Trier klagt ein Nachbar, weil ihn die Schreie aus dem Geburtshaus stören. Geht es hier um einen übersensiblen Frauenfeind – oder einen Fehler der Stadt?
Von Kathrin Wiesel-Lancé, Trier
