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Vakante Posten:Traumajobs im Angebot

(Foto: SZ-Grafik/Shutterstock)

Vom SPD-Vorsitz bis zum Fußballtrainer von Costa Rica: Es sind gerade ein paar Posten zu besetzen, deren Anforderungsprofil nicht ganz leicht zu erfüllen ist. Sechs Stellenanzeigen.

Joachim Ringelnatz dichtete: "Die Löcher sind die Hauptsache an einem Sieb." Und er hatte recht. Erst wenn etwas fehlt, wird dessen wahre Bedeutung klar. Erst wenn sich die Leere auftut, beginnt das Nachdenken: Ist es nicht interessant, dass die SPD immer noch keinen neuen Vorsitz hat? Und was sagt es aus, dass sich gerade der Posten des Nationalen Sicherheitsberaters in Donald Trumps Weißem Haus als Schleudersitz entpuppt?

Es ist die unstete Besetzung dieser prominenten Ämter, die über den Zustand unserer Gesellschaft berichtet: über unvereinbare Interessen, schlecht gelittene Aufgaben, verzwickte Positionen und ungeliebte Jobs. Andererseits: Ist das wahre Wesen einer jeden Premium-Anstellung nicht meist die maximale Undankbarkeit? Vielleicht liegt die allgegenwärtige Postensucherei ja gar nicht an ungeeigneten Vorgängern oder unerfüllbaren Aufgaben. Sondern einzig und allein an den Stellenanzeigen.