WirbelsturmHeftiger Tornado zerstört Kleinstadt in Südbrasilien fast vollständig

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Ligia Daiana Back ist verzweifelt nach der Zerstörung ihres Hauses in Rio Bonito do Iguaçu.
Ligia Daiana Back ist verzweifelt nach der Zerstörung ihres Hauses in Rio Bonito do Iguaçu. (Foto: DANIEL CASTELLANO/AFP)
  • Ein Tornado mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde zerstört am Freitag 90 Prozent der Gebäude in Rio Bonito do Iguaçu.
  • Mindestens sechs Menschen sterben, rund 750 werden verletzt und mehr als 1000 verlieren ihr Zuhause durch den Wirbelsturm.
  • Der Gouverneur ruft den Katastrophenzustand aus und ordnet eine dreitägige Trauerzeit an, Präsident Lula verspricht schnelle Hilfen.
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Der Wirbelsturm richtet in Rio Bonito do Iguaçu schwere Verwüstungen an. Ganze Stadtteile liegen in Trümmern. Mindestens sechs Menschen sterben, Hunderte werden verletzt.

Ein Tornado hat im Süden Brasiliens schwere Verwüstungen angerichtet und mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Rund 750 Menschen wurden verletzt, mehr als 1000 verloren ihr Zuhause, wie das Nachrichtenportal G1 unter Berufung auf den Zivilschutz berichtete. „Unsere Teams sagten, sie fanden ein Szenario wie im Krieg vor“, zitierte das Portal den stellvertretenden Feuerwehrchef des Bundesstaates Paraná, Jonas Emmanuel Benghi Pinto. Bilder und Videos zeigen stark zerstörte Straßenzüge.

Der Wirbelsturm traf am Freitag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde den Bundesstaat und richtete besonders in der Kleinstadt Rio Bonito do Iguaçu schwere Schäden an. Rund 90 Prozent der Gebäude dort wurden nach Angaben des Gouverneurs Ratinho Júnior zerstört. In der Stadt mit etwa 14 000 Einwohnern wurde der Katastrophenzustand ausgerufen. Zehntausende Haushalte im Bundesstaat waren vorübergehend ohne Strom.

„Es sah aus, als hätte man eine Atombombe gezündet.“

Drohnenaufnahmen zeigten ganze Stadtteile in Trümmern. „Der Tornado dauerte 30, 40 Sekunden und zerstörte alles. Ich habe zwei Autos, eines davon wurde zehn Meter weit weggeschleudert. Es sah aus, als hätte man eine Atombombe gezündet“, schilderte ein Anwohner die Szenen im Sender TV Globo.

Nach Angaben des Zivilschutzes wurde ein Feldhospital errichtet, um die hohe Zahl an Verletzten zu versorgen. Noch immer werden Menschen unter den Trümmern vermutet. Auch Hubschrauber und Einsatzkräfte aus anderen Regionen seien in das Katastrophengebiet geschickt worden, teilte die Feuerwehr mit.

„Ich möchte mein tiefes Mitgefühl allen Familien ausdrücken, die ihre Angehörigen verloren haben“, schrieb Präsident Luiz Inácio Lula da Silva auf der Plattform X und sagte schnelle Hilfen zu. Der Gouverneur ordnete eine dreitägige Trauerzeit an.

Tornados dieser Stärke sind in Brasilien selten, treten aber gelegentlich im Süden des Landes auf. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes Inmet begünstigen die Kollision warmer, feuchter Luftmassen aus dem Norden mit kalter Luft aus südlichen Regionen sowie starke Höhenwinde die Bildung solcher Wirbelstürme.

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