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Todesursache ermittelt:Amy Winehouse starb an Alkoholvergiftung

Nach wochenlangen Spekulationen über die Todesursache von Amy Winehouse steht nun fest: Die britische Soulsängerin kam nicht durch einen Drogencocktail ums Leben, sondern hatte eine tödliche Menge Alkohol zu sich genommen. Offenbar ein tragischer Unfall: Nun veröffentlichte Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass die Musikerin vom Alkohol loskommen wollte.

Am Ende hat Mitch Winehouse Recht behalten - doch es wird ihm ein schwacher Trost sein: Der Vater der britischen Soulsängerin Amy Winehouse hatte stets darauf beharrt, seine Tochter sei nicht infolge von Drogenmissbrauch gestorben, wie von einigen Medien unterstellt. An diesem Mittwoch, fast auf den Tag genau drei Monate nach dem Tod der 27-Jährigen, wurden nun die Ergebnisse einer gerichtsmedizinischen Untersuchung öffentlich gemacht: Demnach starb die Musikerin an einer Alkoholvergiftung.

Inquest into death of Amy Winehouse due to start

Ihren Hang zu Drogen und Alkohol besang Amy Winehouse im Song Rehab (2007) - einem ihrer größten Hits.

(Foto: dpa)

Man habe festgestellt, dass Winehouse 416 Milligramm Alkohol pro 100 Milliliter Blut im Körper hatte, teilte die zuständige Untersuchungsrichterin, Suzanne Greenway, in London mit. Das entspricht einem Blutalkoholwert von 4,16 Promille.

Autofahren ist in Großbritannien bereits ab einem Wert von 0,8 Promille verboten. Bei mehr als drei Promille kann es zu einer Alkoholvergiftung kommen - die schlimmstenfalls zum Tod durch Atemstillstand führen kann. Geübte Trinker überleben jedoch bisweilen mit extremen Alkoholwerten im Blut.

Auch wenn die Sängerin mit der unverkennbaren Stimme - und Haartolle - für Auftritte unter Alkoholeinfluss berüchtigt war: Zuletzt wollte sie offenbar von dem Rauschmittel loskommen und starb tragischerweise bei einem Rückfall. Das plötzliche und unerwartete Ableben der Musikerin sei "die nicht beabsichtigte Konsequenz von solch potentiell tödlichem" Alkoholkonsum gewesen, sagte Greenway. Winehouse habe in den drei Wochen davor nichts getrunken. Der Untersuchungsausschuss bezeichnete den Tod als "Unglücksfall".

Mitch Winehouse hatte zuletzt unter anderem in einem Interview mit der Online-Ausgabe des Musikmagazins Billboard betont, seine Tochter sei seit drei Jahren drogenfrei gewesen. "Ihr Problem in den letzten Jahren ihres Lebens war der Alkohol", sagte der Vater der Künstlerin. Amy habe zeitweise nichts getrunken, um dann wieder dem sogenannten "Binge-Drinking" (Rauschtrinken) zu verfallen.

Der Raubbau am eigenen Körper habe zu einer Reihe kleinerer Schlaganfälle bei seiner Tochter geführt: "Ich denke, sie hatte einen Schlaganfall - und diesmal war niemand da, der sie retten konnte", hatte Mitch Winehouse zur Todesursache seiner Tochter spekuliert.