Tod des "The Doors"-Frontmanns:"Er besuchte Jim Morrison und tötete ihn"

Vor 40 Jahren starb Jim Morrison

Jim Morrison bei einem Auftritt mit seiner Band "The Doors".

(Foto: dpa)

Es ist nicht das erste Gerücht über den Tod des "The Doors"-Sängers - und vermutlich auch nicht das letzte. Die Sängerin Marianne Faithfull erzählt jetzt ihre Version. Schuld an Morrisons Tod seien eine Überdosis Heroin und ihr Exfreund.

  • Marianne Faithfull behauptet, ihr damaliger Freund sei für den Tod des "The Doors"-Sänger verantwortlich, da er ihm zu hoch dosiertes Heroin verkauft habe.
  • Seit dem Tod des Musikers kommen immer wieder neue Gerüchte auf. Grund dafür ist unter anderem die unterlassene Obduktion seines Leichnams.
  • Morrison starb am 3. Juli 1971 im Alter von 27 Jahren. Als offizielle Todesursache wurde damals Herzinfarkt genannt.

Marianne Faithfulls Theorie über Morrisons Tod

Herzstillstand, Drogentod oder ist er sogar noch am Leben? Der über 40 Jahre zurückliegende Tod des "The Doors"-Frontmanns Jim Morrison wirft zahlreiche Gerüchte auf - bis heute. Nun glaubt die Musikerin Marianne Faithfull dem Newsportal Newser zufolge zu wissen, woran der junge Musiker damals wirklich starb: an einer Überdosis Heroin.

Marianne Faithfull sei zur Zeit des Geschehens mit dem Dealer Jean de Breteuil zusammen gewesen, wie sie der britischen Musikzeitschrift Mojo erzählte. Er soll Morrison die Droge in der Pariser Wohnung des Musikers gegeben haben.

"And he went to see Jim Morrison and killed him. I mean I'm sure it was an accident. Poor bastard. The smack was too strong? Yeah. And he died."

"Er besuchte Jim Morrison und tötete ihn", erzählte Faithfull. "Ich bin mir sicher, dass es ein Unfall war. (...) Das Heroin war zu stark? Ja. Und er starb." Sie selbst sei allerdings nicht dort gewesen. Sie hätte bei der Sache "intuitiv" ein schlechtes Gefühl verspürt.

Die offizielle Version

Jim Morrison wurde am 3. Juli 1971 in der Badewanne seiner Pariser Wohnung tot aufgefunden. Seine Lebensgefährtin Pamela Courson hatte ihn entdeckt. Die Todesursache von offizieller Seite lautete Herzinfarkt.

Courson hatte kurz vor ihrem eigenen Tod behauptet, dass sie ihm eine tödliche Dosis Heroin gespritzt hätte und Morrison daran gestorben wäre.

Grund für Gerüchte

Es ist nicht das erste Mal, dass eine neue Version vom Tod Morrisons auftaucht. Ein Nachtclubmanager behauptete vor einigen Jahren, der Musiker sei an einer Überdosis Heroin auf der Toilette einer Disko gestorben.

Ray Manzarek, Keyboarder von "The Doors", glaubt erst gar nicht an einen Tod. Vor vier Jahren sagte er der Daily Mail, Jim Morrison könnte heute heimlich auf den Seychellen leben und habe seinen Tod nur inszeniert.

Die vielen Gerüchte kommen vor allem durch die mysteriösen Umständen von Morrisons Tod zustande. An dem Leichnam soll es keine weiteren Tests gegeben haben. Das ließ viele Fans skeptisch zurück.

Marianne Faithfull ist eine der letzten, die mit dem Tod von Morrison in Verbindung stehen und noch leben, wie sie auch gegenüber Mojo betonte: "Jeder, der mit dem Tod des armen Jungen verbunden ist, ist inzwischen tot. Außer ich."

Sänger und Idol

Jim Morrison gilt als einer der einflussreichsten Musiker der 1960er Jahre. Mit seiner Rockband "The Doors" wurde er zur Legende. Er war Sänger, Dichter, produzierte Filme und fiel durch seine starke Persönlichkeit auf.

Jahrelang hatte er mit Drogenproblemen zu kämpfen und geriet durch sein teils provokatives Auftreten auch mit den Behörden in Konflikt.

Sein plötzlicher Tod in jungen Jahren traf viele Fans hart. Bis heute pilgern zahlreiche Anhänger zu seinem Grab auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris.

© sz.de/frdu/jasch
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