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Suche bringt traurige Gewissheit:Kinderleiche als vermisste Zweijährige aus Fulda identifiziert

Suche nach vermisster Timnit

Polizisten suchen nach der zweijährigen Timnit.

(Foto: Nina Bastian/dpa)

Am Dienstagnachmittag finden Taucher im Fulda-Kanal ein lebloses Kind, das inzwischen zweifelsfrei als die vermisste zweijährige Timinit identifiziert wurde.

Bei der Suche nach der seit Montagabend in Fulda vermissten zweijährigen Timnit haben Taucher des DLRG am Fulda-Kanal ein lebloses Kind aufgefunden. Bei der Kinderleiche handelt es sich um die Vermisste. Die Identität des Mädchens konnte zweifelsfrei geklärt werden, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Die Ermittlungen zur Todesursache dauerten an.

Die Polizei ermittelt nun, unter welchen Umständen das Kind aus der Wohnung verschwunden und wie es ins Wasser gelangt ist. Die Leiche sei den Angaben nach "rückwärtig der Filzfabrik" entdeckt worden, die der Bild zufolge nur 250 Meter vom Wohnhaus von Timnits Eltern entfernt liegt.

Gemeinsam mit den Rettungskräften hatten die Beamten am Dienstag die Suche nach der Zweijährigen fortgesetzt, nachdem die Aktion am Vorabend zunächst unterbrochen worden war. Neben Bereitschaftspolizisten beteiligten sich auch Beamte des Polizeipräsidiums Frankfurt sowie Bundespolizisten aus Hünfeld. Hinzu kamen Einsatz- und Rettungskräfte der Feuerwehr sowie der DLRG. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera wurde eingesetzt.

Die Suche konzentrierte sich auf die Fuldaauen und dort gelegene Teiche sowie auf umliegende Felder und Wiesen, sagte ein Polizeisprecher. Nach Polizeiangaben hatte die Zweijährige am Montagabend in einem unbeobachteten Moment die elterliche Wohnung in einem Mehrfamilienhaus verlassen und war seitdem verschwunden. In Fulda herrschten in der Nacht winterliche Temperaturen, am Morgen lag Schnee in der osthessischen Stadt.

Neben der Suche liefen auch Befragungen, um die Umstände und näheren Hintergründe des Verschwindens des Mädchens in Erfahrung zu bringen. Ob ein Verbrechen vorliege, könne man noch nicht beurteilen, sagte ein Sprecher der Polizei zur SZ.

© SZ/dpa/jael/ick/pak
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