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Til Schweiger:Vom Quallentöter zum Wespenretter

Schweiger Promiblog

Kein Freund von balearischen Quallen und deutscher Grammatik: Til Schweiger.

(Foto: dpa/Süddeutsche.de)

Was macht der gelangweilte Star im Urlaub? Also dann, wenn das Yacht-Rumschippern nicht genug Entertainment bietet? Til Schweiger hat zwei kleine Quallen zermatscht. Die erhitzten Gemüter in den sozialen Netzwerken versucht er nun mit einem Video zu besänftigen.

Til Schweiger macht Filme für die Massen - die ihn dafür lieben. Doch wenn ihm für eben diese Filme ein Preis verwehrt wird (den er meint, verdient zu haben), reagiert er schon mal beleidigt wie ein kleines Kind. Er eckt an. Til Schweiger schwankt immer irgendwo zwischen Schwiegermutter- und sonstigem Liebling und Enfant terrible.

Jetzt hat er seiner zweidimensionalen Persönlichkeit eine dritte Dimension hinzugefügt, die des Tierquälers Til - zumindest ist das die Wahrnehmung mancher Facebook-Nutzer. Dort hatte Schweiger am Freitag ein Video aus dem Sommerurlaub gepostet, gerade einmal zehn Sekunden lang, überschrieben mit dem Satz: "das tragische ende zweier balearischen feuerquallen (sic)".

Zu sehen ist, wie eine Person (mutmaßlich Schweiger) auf einer Motoryacht mit einer Plastikwasserflasche eine bräunlich-glibberige Masse (wohl die besagten Feuerquallen) malträtiert. Zu hören ist eine Stimme (mutmaßlich Schweigers), die das Geschehen wie folgt kommentiert: "Don't fuck with Til Schweiger, bitch! Bitch!" Was übersetzt so viel heißt wie: "Leg' dich nicht mit Til Schweiger an, Schlampe! Schlampe!"

"Dislike!"

In etlichen Kommentaren empörten sich daraufhin Schweiger-Fans über die vermeintliche Tierquälerei. "Til, dir habe ich echt mehr Kopf und Herz zugetraut. Dislike!", heißt es zum Beispiel. Andere Leser stärken dagegen dem Regisseur und Schauspieler den Rücken. "Quallen sind einfach nur die Hölle", schreibt ein User.

Damit könnte der Fall als Sommerlochposse erledigt sein. Doch Schweiger legte nach - mit weiteren Posts, die nicht nur in sprachlicher Hinsicht eher an Kind als an einen 50-jährigen Mann erinnern. "ey leude...ich war das nicht!!!! das war irgendeiner der meine stimme nachgemacht hat!", heißt es da über einem zweiten Video, das Schweigers Unschuld beweisen soll (dazu aber nur unzureichend geeignet ist).

Sein finaler Befreiungsschlag: der Link zu einem n24-Bericht über eine Feuerquallen-Plage im Mittelmeer. Aus dem Jahr 2008. Dieser Post wiederum ist überschrieben mit: "und jetzt lest mal des hier...die bösen Franzosen sind Massenmörder...!!!!!"

Am Sonntagabend dann lud Schweiger ein Video hoch, das ihn zeigt, wie er eine Wespe vor dem Ertrinken im türkisen Pool rettet.

Da ist es wieder, das Enfant t(i)errible.