Tierpark Berlin Berliner Eisbärenbaby Fritz ist tot

Das Junge wurde nur vier Monate alt. Anfang der Woche war bekannt geworden, dass es eine schwere Lebererkrankung hat.

Der plötzliche Tod des kleinen Eisbären Fritz gibt den Verantwortlichen des Berliner Tierparks Rätsel auf. "Wir tappen durchaus noch im Dunkeln", sagte Tierparkdirektor Andreas Knieriem am Dienstag. Der vier Monate alte Eisbärennachwuchs war am Vorabend in Folge einer Leberentzündung gestorben. Wodurch die Entzündung entstand, sollen jetzt umfangreiche Untersuchungen und Analysen von Gewebe- und Blutproben klären.

Knieriem berichtete von "dramatischen Stunden" und aufwendigen, aber letztlich vergeblichen Rettungsversuchen. Demnach hatte sich der Zustand des Tieres binnen zwölf Stunden massiv verschlechtert. "Er hatte Bauchschmerzen, lag auf der Seite und schrie", sagte Knieriem.

Daraufhin wurde Fritz in das nahe dem Tierpark Friedrichsfelde gelegene Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht. Dort wurde er in Narkose versetzt und unter anderem mit einem Computertomografen, Ultraschall und einem Röntgengerät untersucht. Dabei wurden hohe Entzündungswerte festgestellt. Als Fritz am Nachmittag wieder aufgeweckt wurde, sei es ihm nicht besser gegangen, sagte Knieriem. Gegen 19.30 Uhr habe das Herz des kleinen Eisbären aufgehört zu schlagen. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben.

Fritz war am 3. November als erstes Eisbärenjunges seit 22 Jahren im Tierpark Friedrichsfelde geboren worden. Ein Zwillingsbruder hatte die Geburt nicht überlebt. Noch im März sollte das Tier der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Der Tierpark veröffentlichte bislang Videos aus dem Stall im Internet. Der Name des Tieres war über Wochen in einem öffentlichen Wettbewerb gesucht und gefunden worden.

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