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Tief "Axel":Kälteeinbruch bringt Temperaturen von minus 20 Grad nach Deutschland

  • Das Tief Axel hat deutschlandweit Spuren hinterlassen.
  • Nach dem Sturm kommt die Kälte: In ganz Deutschland wird die Temperatur tageweise unter den Nullpunkt fallen.
  • Der Deutsche Wetterdienst geht davon aus, dass dies nicht der letzte Kälteeinbruch im Jahr 2017 sein wird.

Ali Vahid Roodsari

Schnee, Sturm, Regen: Tief Axel hat seine Spuren in Deutschland hinterlassen, eine Sturmflut führte am Mittwochabend an der Ostseeküste zu Schäden (mehr dazu).

Nach dem Sturm kommt die Kälte, Axel hat geradezu sibirische Temperaturen zur Folge. "In der Nacht zum Freitag erwarten wir bei einigen Kältelöchern Temperaturen von unter minus 20 Grad", sagt Andreas Friedrich, Diplom-Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). So ein Kälteloch ist beispielsweise der Funtensee in Bayern, der in einer Senke liegt. Der Kälterekord liegt dort laut einer DWD-Messung vom 24. Dezember 2001 bei minus 44 Grad Celsius.

Aber nicht nur in den Kältelöchern wird es eisig. Zwischen Erzgebirge und Alpen sind nächtliche Tiefstwerte zwischen minus sieben und minus 15 Grad möglich. Am Freitag schwanken die Temperaturen tagsüber an vielen Orten von minus sieben bis minus ein Grad bei Dauerfrost. Grund für den Temperatursturz ist Axels Wanderung.

Das Orkantief zieht von Skandinavien zum Baltikum und dann weiter Richtung Russland. Als Axel noch über Skandinavien lag, befand sich Deutschland auf seiner südlichen Seite. Die Luft kam angewärmt von der Nordsee nach Süddeutschland, was zu milderen Temperaturen führte. Nun hat sich Axel nach Osteuropa bewegt, und Deutschland bekommt Luft aus nordöstlicher Richtung. Diese stammt ursprünglich aus Sibirien, dort zeigt das Thermometer derzeit Temperaturen von bis zu minus 35 Grad.

Die Eisschrank-Temperaturen halten aber nicht lange: Meteorologe Friedrich rechnet damit, dass das Bibbern am Wochenende vorbei ist.

© SZ vom 05.01.2017/ees
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