Neuer England-Trainer:Was Thomas Tuchel mit King George I. gemeinsam hat

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Zwei Deutsche, die in England Geschichte schrieben: George I., ein gebürtiger Hannoveraner, bestieg vor gut 300 Jahren den Thron, der Schwabe Thomas Tuchel tritt am 1. Januar sein Amt als Nationaltrainer an. (Foto: National Portrait Gallery/Imago)

Ein Deutscher als Führungskraft? Im englischen Fußballnationalteam ist das neu, in der Monarchie hat sich das Prinzip bewährt – angefangen mit einem König, der zunächst als „Rübenkopf“ beschimpft wurde.

Von Alexander Menden

Als die Football Association im Oktober den Schwaben Thomas Tuchel als neuen englischen Nationaltrainer präsentierte, dachte man fast reflexhaft: ein Deutscher als Chef der „Three Lions“? Ob das gut gehen kann? Woran an diesem Tag mit ziemlicher Sicherheit keiner der Beteiligten dachte, war die Krönung des Hannoveraners Georg zum britischen König fast genau 310 Jahre zuvor. Dabei erschienen die Reaktionen auf die Inthronisierung Tuchels, zumindest in Teilen der britischen Medien, jener im Jahre 1714 gar nicht so unähnlich. George war als Georg zur Welt gekommen, im Leineschloss zu Hannover.

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