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Thailand:König Rama X. begnadigt seine Geliebte

Der König und seine Geliebte im Jahr 2019, nur wenige Wochen, bevor sie verstoßen wurde.

(Foto: HANDOUT/AFP)

Vor einem Jahr verstieß er die 35-Jährige, weil die sich "illoyal gegenüber der Monarchie" verhalten habe. Im Moment hält sich der König wohl in Bayern auf.

Thailands König Rama X. hat seiner im vergangenen Herbst verstoßenen offiziellen Geliebten alle königlichen und militärischen Titel wiederverliehen. Die Versöhnung wurde am Mittwoch in der Royal Gazette verkündet, dem offiziellen Organ für amtliche Bekanntmachungen in Thailand.

Die 35-jährige Sineenat "Koi" Wongvajirapakdi, zuvor Armeeoffizierin, war im Oktober degradiert worden, weil sie gegen den Willen des 68-jährigen Königs verstoßen habe und illoyal gegenüber der Monarchie gewesen sei. Koi war im vergangenen Jahr einige Monate lang praktisch die Zweitfrau neben Königin Suthida und trug sogar zeitweise den Titel Königlich-Adelige Gemahlin.

Quasi-Zweitfrau Sineenat Bilaskalayani hat ihren Offizierstitel wieder.

(Foto: HANDOUT/AFP)

Nachdem der 35-Jährigen die Titel entzogen wurden, war sie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden und wurde nicht mehr öffentlich gesehen. Bereits am Wochenende hatte es unbestätigte Berichte gegeben, wonach Koi aus der Haft entlassen und nach Deutschland gebracht worden sei, wo Rama X. die meiste Zeit lebt - der König hat offenbar ein Herz für Bayern. Er besitzt eine Villa am Starnberger See, soll aber zu Anfang der Corona-Krise samt Entourage ins Grand Hotel Sonnenbichl in Garmisch-Partenkirchen gezogen sein.

Die frühere Generalmajorin Koi war im Juli 2019 zur "Chao Khun Phra" erhoben worden, einer Art Konkubine - auch in Thailand ein äußerst ungewöhnlicher Schritt. Das Königshaus veröffentlichte damals dazu mehr als 60 Fotos. Ebenso überraschend folgte im Oktober der Entzug der Titel.

König Rama X. ist in vierter Ehe verheiratet. Aus früheren Beziehungen hat er offiziell sieben Kinder. Königin Suthida nahm er erst wenige Tage vor seiner Krönung im Mai dieses Jahres zur Ehefrau.

© SZ/dpa/mpu/olkl
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