Flut in TexasMehr als 100 Todesfälle – Unwetter könnten Vermisstensuche erschweren

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Such- und Rettungskräfte auf Pferden: Diese Helfer reiten die Umgebung des „Camp Mystic“ auf der Suche nach Überlebenden und Opfern ab, die von der Sturzflut mitgerissen wurden.
Such- und Rettungskräfte auf Pferden: Diese Helfer reiten die Umgebung des „Camp Mystic“ auf der Suche nach Überlebenden und Opfern ab, die von der Sturzflut mitgerissen wurden. JIM VONDRUSKA/Getty Images via AFP

Vier Tage nach Beginn der Sturzflut in Texas werden immer mehr Tote bestätigt. Die Suche nach Überlebenden geht weiter – jedoch drohen in der Gegend neue Regenschauer.

Bei den Sturzfluten in Texas ist die Zahl der Toten laut US-Medienberichten auf mehr als 100 gestiegen. Allein im besonders betroffenen Kerr County kamen nach Behördenangaben 84 Menschen ums Leben. Davon seien 28 Kinder gewesen, hieß es am Montagnachmittag (Ortszeit). Die Suche nach Vermissten geht unvermindert weiter. Das Gesamtausmaß ist weiter unklar.

Kerr County war in den vergangenen Tagen stark von den Sturzfluten betroffen, die am Freitagmorgen eingesetzt hatten. In Teilen des Gebiets gab es nach Behördenangaben Stromausfall. Die Einsätze der Helfer sind schwierig, immer noch gibt es reißende Fluten. Zudem werden neue Unwetter erwartet, wie die New York Times berichtet. Das Risiko, dass es dadurch zu neuen Sturzfluten kommen könnte, sei erhöht.

Rettungskräfte durchsuchen das Gebiet unter anderem mit Hunden.
Rettungskräfte durchsuchen das Gebiet unter anderem mit Hunden. JIM VONDRUSKA/Getty Images via AFP

Das Weiße Haus kündigte unterdessen den Besuch von US-Präsident Donald Trump in dieser Woche an. Wahrscheinlich werde er am Freitag nach Texas reisen, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt. Sie trat Kritik entgegen, dass die Nationale Wetterbehörde infolge der Sparmaßnahmen des Kostensenkungsgremiums Doge nicht ausreichend besetzt gewesen sei. Die Flut werde weiter überwacht und die Behörde verfüge über genügend Personal, sagte Leavitt.

Das besonders von den Überschwemmungen betroffene Mädchen-Sommercamp „Camp Mystic“ trauert um 27 tote Camper und Betreuer. „Unsere Herzen sind an der Seite der Familien gebrochen, die diese unvorstellbare Tragödie ertragen müssen. Wir beten ständig für sie“, teilte das Camp mit. Das Camp wurde durch die Sturzfluten, die viele völlig überrascht hatten, komplett verwüstet. Das christliche, private Camp liegt im Hügelland am Guadalupe River, der besonders von den US-Sturzfluten betroffen ist. Das Wasser stieg binnen kurzer Zeit enorm schnell an. Das Gebiet in Texas ist bekannt für seine Sommercamps und zieht viele Urlauber an.

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