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Teure Scheidung:Drei Millionen für Berlusconis Ex-Frau - pro Monat

Veronica Lario und Silvio Berlusconi

Teure Scheidung: Silvio Berlusconi mit seiner Ex-Frau Veronica Lario in Rom (Archivfoto vom 31.01.2007)

(Foto: dpa)

Rund dreieinhalb Jahre nach ihrer Trennung sind Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi und seine zweite Frau Veronica Lario geschieden worden. Die gigantischen Unterhaltszahlungen von 100.000 Euro pro Tag entsprechen italienischem Recht.

Italiens früherer Ministerpräsident Silvio Berlusconi muss seiner zweiten Ehefrau Veronica Lario nach Medienberichten monatlich drei Millionen Euro Unterhalt zahlen. Laut italienischem Recht haben Geschiedene Anspruch auf das selbe Lebensniveau wie während der Ehe. Der 76 Jahre alte Milliardär behalte aber die Villa "Belvedere" in Macherio, in der die 56-Jährige lebte, schrieb der Corriere della Sera unter Berufung auf das Urteil eines Mailänder Gerichts. Das Anwesen sei 78 Millionen Euro wert. Lario erhalte auch keine Anteile an Berlusconis Firmen.

Berlusconi und die Ex-Schauspielerin Lario hatten 1990 geheiratet, sie haben drei Kinder. Vor etwa dreieinhalb Jahren hatte sie sich wegen Berlusconis Schwäche für jüngere Frauen getrennt. Nachdem die Beziehung des "Cavaliere" zu einer minderjährigen neapolitanischen Schülerin bekannt wurde, machte Lario über eine Tageszeitung ihren Scheidungswillen öffentlich. Es folgte ein Rosenkrieg um millionenschwere Unterhaltsforderungen.

Ursprünglich hatte Italiens Ex-First Lady etwa 3,6 Millionen Euro monatlich verlangt, der langjährige Premier bot 300.000 Euro. "Es zeigt sich erneut, dass Gerechtigkeit sehr teuer ist - zu teuer für Berlusconi", sagte dessen langjähriger Freund Emilio Fede mit Blick auch auf die weiteren Gerichtsprozesse gegen ihn.

Mitte Dezember hatte der 76-Jährige angekündigt, er habe eine neue Freundin. Die aus Neapel stammende Francesca Pascale ist 28 Jahre alt. "Sie ist ein hübsches Mädchen, das sieht man, aber noch mehr zählen ihre inneren Werte", sagte der Ex-Regierungschef.

Politisch steht Berlusconi vor einer Rückkehr: Nach dem Rücktritt seines Nachfolgers Mario Monti will er bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Februar erneut kandidieren. Ausgerechnet im Wahlmonat steht ihm jedoch ein unangenehmer Termin bevor: Dann will ein Mailänder Gericht im sogenannten Bunga-Bunga-Prozess um bezahlten Sex mit einer Minderjährigen ein Urteil fällen.

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