Terroranschlag auf Einkaufszentrum in Nairobi:39 Menschen werden noch vermisst

Noch immer wartet das Rote Kreuz darauf, dass es nach dem Geiseldrama in Nairobi in das Westgate-Einkaufszentrum vorgelassen wird. Nach dem Anschlag islamistischer Terroristen gelten 39 Menschen als vermisst.

Etwa eine Woche nach dem Ende des blutigen Überfalls auf ein Einkaufszentrum in Nairobi gelten noch immer 39 Personen als vermisst. Dies teilte das Roten Kreuz in Nairobi mit. Bisher sei es den Hilfsorganisationen nicht erlaubt worden, das teilweise zerstörte Westgate-Gebäude in der Hauptstadt Kenias zu betreten.

Bei dem Terroranschlag auf das Einkaufszentrum, der am 21. September begonnen hatte, waren nach offiziellen Angaben mindestens 72 Menschen getötet worden. Darunter seien auch fünf Terroristen gewesen. Zu dem Anschlag hatte sich die somalische Islamisten-Miliz Al-Shabaab bekannt. Die Täter hatten für den Anschlag nach Angaben der Regierung zum Schein einen Laden in Westgate angemietet.

Insgesamt seien im Zusammenhang mit dem Anschlag zwölf Personen festgenommen worden. Davon sind aber laut kenianischen Medien mindestens drei schon wieder entlassen worden. Örtliche Medien berichteten auch, dass es vor dem Anschlag mehrere Warnungen von Geheimdiensten gegeben hatte.

Nach wie vor unterstützen Experten aus mehreren Staaten sowie von der internationalen Polizeiorganisation Interpol die kenianischen Behörden bei der Aufklärung des Terroranschlags. Zu den Forensikern gehören auch Spezialisten aus Deutschland, den USA und Israel. Sie sollen die Identität der Angreifer klären.

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