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Tennessee:US-Polizei findet in Hundezwinger eingesperrtes Kleinkind

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Die Polizei im US-Bundesstaat Tennessee stellte auf dem Gelände, auf dem auch das Kleinkind gefunden wurde, knapp 200 Tiere sicher. (Symbolbild)

(Foto: AFP)

Die Beamten in Tennessee waren eigentlich einer Anzeige wegen Tierquälerei nachgegangen. In einem Wohnwagen stießen sie dann auf den 18 Monate alten Jungen - im Inneren befanden sich auch Hunde, Nagetiere und eine Boa constrictor.

Die Polizei im US-Staat Tennessee ist in einem völlig verdreckten Wohnwagen voller Hunde, Nagetiere und Schlangen auf ein eingesperrtes Kleinkind gestoßen. Der Sheriff des Bezirks Henry County ermittelt nun gegen drei Personen im Alter von 42 bis 82 Jahren wegen schwerer Kindesmisshandlung, massiver Tierquälerei, Herstellung von Marihuana und anderen Straftaten.

Demnach waren Beamte einem Tipp wegen mutmaßlicher Tierquälerei nachgegangen, als sie in einem Wohnwagen einen 18 Monate alten Jungen fanden - eingesperrt in einem Hundezwinger. Durch den Raum wanden sich zudem acht Schlangen, darunter eine etwa dreieinhalb Meter lange Boa constrictor. Auch Eimer mit Hunderten Mäusen hätten herumgestanden, sagte Sheriff Monte Belew. Zudem liefen in dem Wohnwagen 15 bis 20 Hunde frei umher, der Boden war mit Fäkalien beschmiert, und es gab Tausende Kakerlaken und Maden.

Auf dem Grundstück rund um den Wohnwagen stellten Beamte Dutzende weitere Tiere sicher, darunter 86 Hühner, 56 weitere Hunde, zehn Hasen, vier Sittiche und drei Katzen. Hinzu kamen 127 Marihuanapflanzen und 17 Waffen.

© SZ.de/AP/jobr

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