Temperatursturz Gewitter ziehen über Südwesten hinweg

In Mannheim führte das Unwetter zu Behinderungen im Straßenverkehr durch abgebrochene Äste.

(Foto: Rene Priebe/dpa)

Gesperrte Bahnstrecken, umgestürzte Bäume und eine halbe Stunde Betriebspause auf dem Frankfurter Flughafen: Eine Unwetterfront hat in mehreren Bundesländern Störungen verursacht.

Nach etlichen Tagen mit großer Hitze ist über weite Teile Deutschlands am Donnerstag eine Unwetterfront hinweggezogen und hat zu einem - zumindest vorübergehenden Temperatursturz geführt. Die Gewitter kamen von Südwesten und zogen im Laufe des Abends in nordöstliche Richtung. Sie brachten Starkregen und örtlich Hagel mit sich. Für beinahe die gesamte westliche Hälfte Deutschland gab es Unwetterwarnungen.

Am Flughafen in Frankfurt konnten am Nachmittag für etwa eine halbe Stunde keine Maschinen starten und landen, auch am Frankfurter Hauptbahnhof, der zu den verkehrsreichsten des Landes zählt, musste der Betrieb für etwa eine Stunde unterbrochen werden. In zahlreichen Bundesländern sperrte die Bahn wegen umgestürzter Bäume oder wegen Ästen in der Oberleitung Verbindungen. Betroffen waren sowohl ICE- als auch Nahverkehrsstrecken. Auf der Autobahn bei Seligenstadt in Hessen gab es ebenfalls Probleme mit umgestürzten Bäumen, der Verkehr staute sich auf einer Länge von mehr als 20 Kilometern. Im mittelhessischen Bad Vilbel wurden drei Menschen verletzt, als sich in einem Café eine 20 Meter lange Jalousie löste. In Marburg stürzte ein Baum auf ein Auto, wobei ebenfalls eine Person Verletzungen erlitt.

Zum Wochenende beruhigt sich das Wetter vielerorts wieder, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Regnerisch bleibt es nur im Südosten Bayerns und in Schleswig-Holstein. Der Rest des Landes steht unter dem Einfluss von Hoch Kevin, das wieder trockene Luft mitbringt.