Popmusik:Kreiiiiiiiisch!

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Gecastet nach allen Regeln der Boygroup-Kunst: Mark Owen (der Hundewelpenhafte), Jason Orange (der Mysteriöse), Robbie Williams (der Bad Boy), Gary Barlow (der Talentierte) und Howard Donald (der Knackige) alias Take That im Jahr 1995. (Foto: Dave Hogan/Getty Images)

Vor 25 Jahren haben sich "Take That" getrennt, und so, wie die Band zusammengestellt war, hätte es gar nicht anders enden können. Trotzdem ein Jammer. Warum auch gecastete Wirklichkeit echte Liebe verdient hat.

Von Jakob Biazza

Um der Nostalgie direkt Einhalt zu gebieten an diesem 25. Jahrestag: Das Ende war unausweichlich. Nichts zu machen. Nada. Simple Physik: Brüche entstehen dort, wo die Spannungsenergie pro Fläche die Kohäsionsenergie pro Fläche übersteigt. Frei übersetzt: Wenn die destruktiven Kräfte größer werden als die, die ein System noch zusammenhalten, dann fliegt der Laden eben auseinander. Und klar, an so etwas ist nie einer allein schuld. Aber wer die Reunion-Tour von Take That erlebt hat - nicht den dünnen ersten Aufguss als Quartett, sondern das starke Zeug, Sommer 2011, Gary, Howard, Mark, Jason und Robbie -, der konnte sehen, spüren, riechen, welche Urkraft Letzteren aus dem System geschossen haben muss.

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