Süddeutsche Zeitung

SZ-Korrespondenten über Papst-Rücktritt:"Bekommen die Katholiken nun ihren Obama?"

Warum entblößten sich in Paris junge Frauen anlässlich des Papst-Abschieds? Was hat Berlusconi mit der Benedikt-Nachfolge zu tun? Und wieso ängstigen sich manche Türken vor dem Namen eines potenziellen Pontifex? SZ-Korrespondenten berichten, wie die Welt den Rücktritt von Benedikt XVI. aufnimmt.

Wie reagiert die Welt auf die Ankündigung des Papstes, zurückzutreten? SZ-Redakteure berichten aus Istanbul, Tokio, Wien und anderen Städten.

Tobias Zick, Nairobi, über Afrika

Unter den Katholiken Afrikas hat die Nach-richt vom Papst-Rücktritt - neben Überraschung, Bestürzung, Respekt - vor allem eines hervorgerufen: Hoffnung. Nämlich darauf, dass nun die Stunde eines afrikanischen Papstes geschlagen habe, schließlich stellt der Kontinent bereits etwa 15 Prozent der weltweiten Anhängerschaft der katholischen Kirche; Tendenz - anders als in anderen Erdteilen - deutlich steigend.

Als Favorit gehandelt wird Peter Turkson, 64jähriger Kardinal aus Ghana, Vorsitzen-der des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden. Turkson gilt als begabter Friedensstifter, seit er sich 2008 in seinem Land bei einem knappen Wahlausgang als Vermittler einbrachte - hat sich allerdings auch mit kritischen Äußerungen gegenüber dem Islam und dem Gebrauch von Kondomen hervorgetan.

Inmitten der Turkson-Euphorie erheben sich durchaus skeptische Stimmen: "Ist die katholische Kirche bereit für einen afrika-nischen Papst?" fragt die senegalesische Zeitung Le Soleil den Erzbischof von Dakar, Théodore Adrien Sarr. "Meine Antwort ist nicht unbedingt positiv", erwidert der - trotz des Beispiels von US-Präsident Obama, auf den die Afrika-Optimisten in der Papst-Nachfolge-Debatte nun gerne verweisen.

Einen Hoffnungsschimmer eher politischer Natur sieht derweil die Nachrichten-Website Guinée Conakry Info im Rücktritt des Papstes: In verschiedenen afrikanischen Ländern lebe die Bevölkerung bis heute unter der "Herrschaft seniler Präsidenten". Denen gebe Benedikt XVI. nun "die Marschrichtung vor."

Stefan Ulrich, Paris, über Frankreich

Frankreich hat ein besonders kompliziertes Verhältnis zum Katholizismus. Einerseits gilt das Land als "älteste Tochter der Kirche". Andererseits bekennt sich die Republik zu einem strikten Laizismus. Der Rücktritt des Papstes stößt in Frankreich auf ein immenses Interesse. Die Radio-Nachrichtensender berichteten am Montag fast noch ausführlicher darüber als in Deutschland.

Die linksliberale Zeitung Libération widmete Benedikt XVI. am Dienstag gleich ihre ersten elf Seiten. Der Leitartikel war auf Lateinisch verfasst, und die Titel-Schlagzeile lautete: "Papus interruptus".

Aktivistinnen der feministischen Bewegung "Femen" reagierten auf den Rücktritt des Pontifex auf andere Art. Sie entblößten sich in der berühmten Kathedrale Notre-Dame und riefen: "Pope no more".

Die meisten Reaktionen in Frankreich waren jedoch von Respekt und Anerkennung geprägt. Die Franzosen, unter denen man sich umhörte, zeigten sich überrascht von dem Rücktritt und betonten den Mut Benedikts. Zugleich kritisierten viele, der Papst sei zu konservativ gewesen. Nun sei es Zeit für einen progressiven Pontifex, womöglich aus Afrika oder Lateinamerika, der sich der modernen Gesellschaft öffne.

Der französische Vatikanist Jean-Pierre Denis meinte dagegen, das Bild vom reaktionären Papst sei ein Zerrbild. In Wahrheit sei Benedikt eher ein Revolutionär, der mit seinem Rücktritt eine "Bombe" zünde. Der Papst habe im Missbrauchsskandal den Augiasstall in der Kirche ausgemistet und die Exzesse des Ultraliberalismus in der Wirtschaft angeprangert.

In einer Internet-Umfrage der Zeitung Figaro, an der sich Zehntausende beteiligten, bewerteten 90 Prozent der Teilnehmer den Papstrücktritt positiv. Manche gläubige Katholiken in Paris zeigten sich aber verunsichert, sprachen von einem "Schock" und einem "Erdbeben". Ein Dominikanerpater tröstete die Zweifler mit den Worten: "Der Herr weiß schon, was er tut."

Frank Nienhuysen, Moskau, über Russland

Der Papst? Russland fühlt sich nur bedingt berührt. Rom ist weit weg, und in Moskau gibt es ein eigenes dominantes kirchliches Oberhaupt, den Patriarchen der russischen Orthodoxie. Und doch platzte der Rücktritt von Benedikt XVI. in Russland in eine recht nachrichtenarme Zeit hinein, was ihm immerhin in der auflagenstarken Boulevardzeitung Moskowskij Komsomolez die Titelgeschichte sicherte - allerdings mit der Frage: "Bekommen die Katholiken nun ihren Obama?" Darüber das Foto des Kardinals von Ghana, Peter Turkson.

Eigentlich ist der bisherige, deutsche Papst bereits Urheber eines Neustarts der Beziehungen. Dessen polnischer Vorgänger Johannes Paul II. war in Russland von vielen mit Skepsis betrachtet worden, nämlich zunächst als Auslöser für den Zerfall der Sowjetunion, später als Oberhaupt einer Kirche, die im Osten missionierte.

Und so hatte Benedikt nach dem lange schwierigen Verhältnis zwischen Vatikan und russischem Patriarchat eine neue positive Stimmung erzeugt. Die russisch-orthodoxe Kirche lobte den Papst, weil er sich derart für die moralischen Werte eingesetzt habe und weil er die Annäherung der beiden Kirchen vorangetrieben habe. Zu einem Papst-Besuch in Russland hat das verbesserte Verhältnis trotzdem nicht gereicht.

Den größten Respekt erhält Benedikt in den Kommentaren der russischen Medien ohnehin wegen seines selbst gewählten Rücktritts. Ein mächtiges Amt freiwillig abzugeben, daran hat man sich in den Ländern der früheren Sowjetunion noch nicht gewöhnt.

Christiane Schlötzer, Istanbul, über die Türkei

Auch in der mehrheitlich muslimischen Türkei macht der Papst-Rücktritt Schlagzeilen und ist den großen Tageszeitungen ganzseitige Berichte wert. "Blitz im Vatikan" titelt das Massenblatt Hürriyet, "Rücktritts-Schock" vermeldet die liberale Milliyet. Die linke Cumhuriyet druckte ihre Meldung auf schwarzem Grund, wie eine Todesanzeige.

Die Türken aber lieben auch Verschwörungstheorien, weshalb türkische Twitterer sofort die Prophezeiungen des irischen Heiligen Malachias aus dem 12. Jahrhundert hervorkramten und verbreiteten. Danach stünde nun die letzte Papstwahl in der katholischen Kirchengeschichte an, weil dann die "Stadt mit sieben Hügeln" zerstört werde. Nicht nur Rom hat sieben Hügel, auch Ostrom Istanbul, was bekanntermaßen stets erdbebengefährdet ist.

Nun ist ein Favorit für die Nachfolge Benedikts ja bekanntlich der Kurienkardinal Peter Turkson aus Ghana. "Turkson" bedeutet im Türkischen zufälligerweise: Ende der Türken. Für Verschwörungsfans könnte es kaum schlimmer (oder besser) kommen.

Cathrin Kahlweit, Wien, über Österreich

"Aus aktuellem Anlass" hatte Kardinal Christoph Schönborn in Wien am Montag kurzfristig zur Pressekonferenz geladen, aber so klandestin, wie die Mitteilung formuliert war, konnte der Anlass nicht sein: Um die Mittagszeit redete schließlich schon die ganze Hauptstadt, ja die ganze katholische Kirche Österreichs darüber, ob "der Neue" eventuell ein Österreicher sein könnte.

Schönborn selbst mochte sich dazu nicht äußern, er fand den Schritt des Papstes "mutig und demütig". Als ihn der Standard später auf der Straße erwischte, schick mit Baskenmütze behütet, sagte er in seiner heiteren Art, er habe den Papst ja vor ein paar Tagen gerade noch gesehen und ihn geistig rege, aber körperlich so zerbrechlich gefunden, "als ob man ihn halten möchte". Und er selbst, würde er der Neue sein? Nun, Nachfolger werde, "wen Gott dazu bestimmt hat".

Der 67-jährige Kardinal wäre, was das Lebensalter angeht, sicherlich "papabil", heißt es in hiesigen Medien, aber so recht will keiner glauben, dass diese große Ehre einem Österreicher zuteil werden könnte: Nach einem Deutschen werde so schnell kein zweiter deutschsprachiger Kandidat Papst, sagen Theologen landauf, landab, denen die Enttäuschung darüber anzumerken ist.

Etwas legerer formulieren das die Katholiken an der Basis selbst: Die Piefkes waren wieder schneller.

Klaus Brill, Warschau, über Polen

Im tief katholischen Polen fand der Rückzug von Benedikt XVI. breiteste Beachtung. Die konservative Zeitung Rzeczpospolita widmete dem Vorgang volle 14 Seiten und drapierte die Sonderausgabe mit einem zweiseitigen Foto, auf dem der deutsche Papst neben seinem polnischen Vorgänger Johannes Paul II. zu sehen ist.

Für die Polen liegt der Vergleich natürlich nahe, und er fällt in den Gesprächen am Zeitungskiosk ebenso wie in offiziellen Stellungnahmen in aller Diskretion doch eher zugunsten des Polen Karol Wojtyla aus, der in aller Welt populärer und ja auch viel länger im Amt war.

"Es war sicher nicht leicht, Nachfolger unseres Landsmannes, des großen Johannes Paul II., zu sein", erklärte Außenminister Radoslaw Sikorski. Kardinal Stanislaw Dziwicz, Erzbischof von Krakau und früherer persönlicher Sekretär Johannes Pauls II., wies dankbar darauf hin, dass Benedikt XVI. seinen Vorgänger selig gesprochen habe.

Überhaupt wird das Kirchenoberhaupt aus Bayern im Ganzen wohl als ein Freund der Polen in Erinnerung bleiben, wie aus vielen Stellungnahmen hervorging. Und immer wieder wurde vermerkt, dass Josef Ratzinger 2006 beim Besuch im NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau an der Todesmauer sein Käppchen abgenommen, sich verbeugt und "als Sohn der deutschen Nation" um "die Gnade der Versöhnung" gebeten hatte.

In einer Überschrift der liberalen Zeitung Gazeta Wyborcza allerdings klang an, dass man am Anfang dem Nachbarn durchaus skeptisch gegenüberstand: Noch einmal wurde er als "Panzerkardinal" tituliert.

Christoph Neidhart, Tokio, über Japan

Der Rücktritt des Papstes war den Japanern nur Kurzmeldungen wert. Es gibt kaum eine andere internationale Groß-Institutionen, der sie mit mehr Unverständnis begegnen. Manche auch mit Misstrauen. Eine japanische Nachbarin wusste knapp, dass der Papst ein Deutscher war. Und dass er und die Priester seiner Kirche nicht heiraten dürfen, überdies sei die Kirche gegen Sex. Dann fragte sie: Warum braucht diese Kirche eine Weltregierung?

Nur etwa ein Prozent der Japaner sind Christen, davon weniger als die Hälfte katholisch. In Japan dominieren zwei Religionen, die beide nicht regiert werden: Der Buddhismus ist in Gruppen, Schulen und Sekten zersplittert. Der Shintoismus, war, obwohl es dazu nie eine offizielle Erklärung gab, von 1868 an Staatsreligion. Der Kaiser wurde als Mensch-gewordener Gott verehrt; Japans Armee zog in seinem Namen in den Krieg. Das endete in der Zerstörung fast aller japanischen Städte und mit der Kapitulation, für viele die größte Katastrophe der japanischen Geschichte. Seither verstehen sich 70 Prozent der Japaner als religionslos.

Gleichwohl nehmen 85 Prozent aller Japaner die Dienste beider Religionen in Anspruch, je nach Lebenslage gehen sie in den buddhistischen Tempel oder in den Shinto-Schrein: Für die Hochzeit, die Geburt, eine Konfirmations-ähnliche Feier und zur Neujahrs-Feier sind die Shinto-Priester zuständig, Die Toten lässt man vom buddhistischen Geistlichen verabschieden.

Manche Hochzeitspaare lassen sich nach einer Shinto-Zeremonie auch noch christlich vermählen. Diese Trauung wird nicht von Geistlichen durchgeführt, sondern von Laienschauspielern, die durch spezialisierte Schauspiel-Agenturen vermitteln werden. Das ist vor allem ein Foto-Termin; und die meisten Brautpaare wüßten nicht mal, ob sie nun pseudo-katholisch oder pseudo-protestantisch vermählt wurden.

Javier Cáceres und Cerstin Gammelin, Brüssel, über die EU-Institutionen

Die Kapitale der Europäischen Union zählte nicht zum Hauptbetätigungsfeld des Oberhaupts der katholischen Kirche. Bei seinen apostolischen Reisen flog Benedikt XVI. über Brüssel immer bloß hinweg. So gesehen passte es, dass der Pontifex die Verkündung seiner Amtsmüdigkeit in eine sitzungsfreie Woche des Europaparlaments verlegte, die Reaktionen von Europaparlamentariern ließen sich an einer Hand abzählen.

Die Großkopferten der EU-Institutionen hingegen, Ratspräsident Herman Van Rompuy und Kommissionschef José Manuel Barroso, gelten nicht bloß als bekennende, sondern als regelrecht frömmelnde Katholiken; entsprechend ließen sie sich nicht lumpen. Barroso erinnerte daran, dass er 2006 beim Papst in Rom gewesen war; nun zeigte er sich tief "bewegt" und schrieb vom Geist der Versöhnung, der das Denken und Handeln Benedikts geleitet habe.

Haiku-Fan Van Rompuy hingegen überraschte. Denn statt des branchenüblichen salbungsvollen Wortschwalls ließ er aus dem Skiurlaub von seiner Pressestelle nur ein paar dürre Zeilen übermitteln: "Ich respektiere die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. zutiefst, vor allem weil sie nicht in der Traditionslinie steht. Sein Pontifikat war kurz, aber sehr schwierig."

Seit diese beiden Sätze in der Welt sind, fragen sich auch die versiertesten Van-Rompuy-Exegeten in Brüssel: Was zum Teufel will Van Rompuy damit sagen? Oder sollte man besser sagen: bei Gott?

Eins dürfte jedenfalls sicher sein: Dass die Belgier bei der Vergabe des nächsten Papstamtes keine Rolle spielen. Ein belgischer Papst, so schrieb es am Dienstag die Zeitung Le Soir, wäre mal wirklich "ein Wunder". Denkbar wäre allein Kardinal Daneels, doch der dürfte aus Altersgründen keine größere Rolle spielen.

Auch die Holländer, die sich nach der Wahl von Jeroen Dijsselbloem zum Euro-Gruppen-Chef im Auf-wind der europäischen Postenvergabe fühlen, dürften enttäuscht zurückbleiben - es gibt in diesem Land einfach zu viele Protestanten.

In wohlinformierten Brüsseler Kreisen wurde natürlich auch jene Fotomontage herumgereicht, die in Italien zum Renner wurde, unter der Überschrift "Ich kandidiere!" ist darauf Berlusconi im Papst-Kostüm zu sehen. Dabei käme ein Silvio Primero den Brüsselern (und vor allem der italienischen Gemeinde in Belgien) gleich in mehrfacher Hinsicht gelegen. Die unkonventionelle Art des durchaus ausreichend betagten Italieners würde unzweifelhaft für frischen Wind im Vatikan sorgen. Und: Wenn der Kelch des Berlusconi an Brüssel vorbeiziehen sollte, würde die Euro-Front vielleicht doch nicht aufbrechen.

Peter Burghardt, Buenos Aires, über Lateinamerika

Lateinamerika nimmt besonderen Anteil, denn fast die Hälfte der 1,2 Milliarden Katholiken leben südlich des Rio Grande. Die Tageszeitungen räumten für die verblüffende Nachricht aus dem Vatikan die ganze Titelseite frei. "Ich habe keine Kraft mehr", eröffnete La Nación aus Buenos Aires mit dem Zitat des Papstes, "der Rücktritt des Papstes überraschte die Welt."

Bei Umfragen zwischen Mexiko und Argentinien glauben die einen, Benedikt XVI. gebe wegen seiner angegriffenen Gesundheit auf, andere vermuten die Intrigen rund um den Heiligen Stuhl als Grund. Ein freiwilliger Rückzug gilt in dieser Gegend als vorbildlich, Politiker klammern sich gewöhnlich an ihr Amt. Doch vielen Lateinamerikanern war der Deutsche zu konservativ und zu fremd. "Er hatte nichts zu tun mit der Welt, in der wir leben", sagte eine Argentinierin. Vorgänger Johannes Paul II. war in der Region wesentlich populärer. Vor allem Befreiungs-Theologen verprellte Benedikt XVI.

Zweimal reiste er nach Lateinamerika, 2007 nach Brasilien und 2012 nach Mexiko und Kuba. In diesem Juli hätte Joseph Ratzinger am Weltjugendtag nach Rio de Janeiro teilnehmen sollen, Brasilien interessiert den Klerus besonders. Es ist das größte katholische Land der Welt - und verliert immer mehr Gläubige an evangelikale Freikirchen.

Ein lateinamerikanischer Papst könnte die Abwanderung zumindest bremsen. Zu den Kandidaten für die Nachfolge zählen der Argentinier Leonardo Sandri, 69, der Brasilianer Odilo Pedro Scherer, 63, und der Honduraner Oscar Andrés Rodríguez, 70. Lateinamerikaner finden, es würde Zeit für einen der ihren.

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