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Südchina:Fast 100 Tote nach Unwettern

Bei Überschwemmungen und Erdrutschen sind in Südchina fast 100 Menschen ums Leben gekommen. Knapp 300.000 Häuser wurden zerstört. 16,7 Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen.

Nach schweren Unwettern zählte das Verwaltungsministerium in Peking bis Montag mindestens 94 Tote, 25 Menschen galten noch als vermisst.

Überschwemmungen in China

16,7 Millionen Chinesen sind von der Katastrophe betroffen.

(Foto: Foto: ap)

In den stark betroffenen sieben Provinzen sind seit Ende Juni 289.000 Häuser zerstört oder beschädigt worden. "Die Schäden an der Ernte, an Straßen und Telekommunikationsanlagen sind groß", teilte das Ministerium mit. Eine halbe Million Menschen sind nach Angaben der amtlichen Medien bei Evakuierungen in Sicherheit gebracht worden. 16,7 Millionen Menschen sind stark betroffen.

Die landwirtschaftlichen Schäden wurden auf zwei Milliarden Yuan (200 Millionen Euro) beziffert. Das Ministerium schätzte die direkten wirtschaftlichen Schäden auf insgesamt 3,83 Milliarden Yuan (380 Millionen Euro). Da noch mehr sintflutartige Regenfälle erwartet werden, wurde für den Osten Chinas weiter Hochwasseralarm gegeben.

Seit Anfang Juni ist die Zahl der Unwettertoten jetzt auf 309 gestiegen. nsgesamt 48 Menschen sind vermisst. Viele Flüsse und Stauseen in Ost-, Zentral- und Südwestchina sind gefährlich gestiegen. Besonders von Überschwemmungen betroffen sind die Provinzen Jiangsu, Anhui, Henan, Hubei, Sichuan, Shaanxi und die Metropole Chongqing.

In Chinas Norden leiden die Menschen dagegen wie häufig im Sommer unter einer schweren Dürre, die die Trinkwasserversorgung für 7,4 Millionen Menschen beeinträchtigt.