Als der Staatsanwalt sein Plädoyer vorträgt, hören die drei Angeklagten auf einmal sehr konzentriert zu. Jamil H., 27, Kopfhörer für die Übersetzung, Vollbart, Tattoo am Hals; Mohammed H., 23, Ziegenbärtchen, Undercut; Khalil H., 17, schwarzes T-Shirt, die Haare nach hinten gekämmt. Drei Brüder, über die ganz Stuttgart spricht und denen nun lange Haftstrafen drohen. Vielleicht auch die Abschiebung.
KriminalitätEine Familie, 150 Straftaten
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Einer der angeklagten Brüder geht zu Beginn seines Prozesses in den Gerichtssaal. Auf dem T-Shirt steht: „We don't do ordinary.“ Übersetzt: Wir machen nichts Gewöhnliches.
Bernd Weißbrot/dpa/Pond5/Imago/Collage:SZMesserdelikte, Nötigung, Betrug – und nun auch noch versuchter Totschlag? Mitglieder einer syrischen Großfamilie begehen in Stuttgart seit Jahren schwere Straftaten. Steht der Staat so einer Familie ohnmächtig gegenüber?
Von Roland Muschel, Stuttgart
