Nach dem Großbrand in einem Busdepot in Stuttgart wird weiter nach der Ursache geforscht. Fest steht inzwischen: 25 Busse sind zerstört worden, wie ein Sprecher des Nahverkehrsunternehmens SSB mitteilte. Darunter befinden sich demnach auch zwei batteriebetriebene Busse.
In der seitlich offenen Halle war am Donnerstagabend das Feuer auf dem Dach eines Busses entdeckt worden. 60 Fahrzeuge konnten noch rechtzeitig aus der Halle im Stadtteil Gaisburg herausgefahren werden. Der Schaden gehe in die Millionen, heißt es von dem Unternehmen. Der Betriebshof bietet insgesamt Platz für 140 Fahrzeuge. Die Feuerwehr war bis zum Tag danach mit der Löschung beschäftigt. Anzeichen für eine vorsätzliche Tat gab es nach Angaben einer Sprecherin nicht.
Nach einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten deutet der Ausbruch auf einem Busdach auf ein Fahrzeug mit Elektrokomponenten und einem technischen Defekt hin. Die Zeitung verweist auf Parallelen zu weiteren Bränden. In Hannover gingen im Juni neun Fahrzeuge in einem Busdepot in Flammen auf, darunter fünf neue Elektrobusse. Der Auslöser wird derzeit noch ermittelt. In Düsseldorf brannte die Abstellhalle mit 38 Bussen aus, Ursache sei ein nicht näher zu ermittelnder technischer Defekt.
Der Stuttgarter Linienbetrieb war von dem Brand nicht beeinträchtigt. Die SSB prüfe, zusätzliche Busse anzumieten. Auch andere Verkehrsunternehmen hätten ihre Hilfe angeboten. Bei dem Feuer wurden sechs Angestellte der SSB ärztlich versorgt - zwei kamen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus. Über dem Stuttgarter Osten war eine große Rauch- und Flammensäule zu sehen.

