SZ-Kolumne "Bester Dinge":Ein Bettchen im Büro

Troy Littleton's Crib
(Foto: Troy Littleton)

Studieren mit Kleinkind ist eine große Herausforderung - es sei denn, man hat das Glück, bei einem Professor wie Troy Littleton aus Massachusetts zu landen.

Von Alexander Menden

Wenn ein Baby trocken, satt, ausgeschlafen, bauch-, ohr- und zahnungsschmerzfrei, weder gelangweilt noch wütend noch sonst irgendwie in seinem Wohlbefinden eingeschränkt ist, dann ist es still wie ein Sofakissen, dabei aber tausendmal niedlicher. In vielen, wenn nicht sogar in den meisten Fällen muss man aber mit einer der genannten Beeinträchtigungen rechnen. Dann wird gewickelt, gefüttert, in den Schlaf gewiegt, das Baby irgendwie schmerzstillend versorgt, bespaßt oder besänftigt. Wenn man gleichzeitig einen Job oder ein Studium zu bewältigen hat, kann das zu einer gewissen Herausforderung werden.

Gut, wenn man dann bei Troy Littleton studiert, der am Massachusetts Institute of Technology (MIT) Neurowissenschaften lehrt. Er machte jüngst positiv auf sich aufmerksam, als er bei Twitter das Bild eines mobilen Babybettchens verbreitete und dazu schrieb: "Meine neueste Lieblingsanschaffung fürs Labor - ein Reisebett für mein Büro, damit meine Doktorandin ihr kleines Mädchen bei Bedarf mit zur Arbeit bringen und ich mit ihm spielen kann, während seine Mutter ihre Arbeit erledigt. Win-Win!!"

Littleton ist sich im Klaren darüber, dass eine institutionelle Betreuung für Kinder von Studierenden seitens des MIT noch besser wäre, und freut sich, das Thema mit seinem Tweet auf die Agenda gesetzt zu haben. Denn manchmal reicht Spielen alleine zur Baby-Beruhigung eben nicht ganz. Da müsste der Professor dann auch mal volle Windeln entsorgen, lauwarmen Fencheltee verabreichen und vielleicht zwischendurch ein Schlaflied singen. Helfen würde ihm womöglich, dass man als Neurowissenschaftler sicher schon von Berufs wegen gute Nerven hat.

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© SZ/nas
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