Stromausfall in Berlin„Und dann kommt man nach Hause und ist im Mittelalter“

Lesezeit: 4 Min.

(Foto: Friedrich Bungert)

Kerzenlicht, Stromgeneratoren und Erinnerungen an ganz dunkle Zeiten: Wie es sich anfühlt, wenn in der Großstadt plötzlich das Selbstverständliche nicht mehr funktioniert.

Von Michael Bauchmüller, Berlin

Der Weg zu den Suchsland-Sharmas führt kilometerweit durchs dunkle Berlin und endet, nach sechs Kilometern Düsternis in verschneiten Straßen, an der ersten Laterne, die brennt. Dummerweise steht sie auf der anderen Straßenseite: Dort gibt es wieder Strom. Bei den Suchsland-Sharmas dagegen brennen nur die Kerzen, und wer sie in ihrem Reihenhaus im Berliner Stadtteil Wannsee besuchen will, muss beherzt an der Haustür klopfen. Den Mantel solle man besser anlassen, sagt Ulrike Suchsland, als sie die Tür geöffnet hat. „Wärmer wird’s nicht mehr.“

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