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Strauss-Kahn: Sex mit Mutter seiner Klägerin?:"Einvernehmlich, aber brutal"

Die Sex-Affäre um Dominque Strauss-Kahn ist um weitere pikante Details reicher: Nun soll der Ex-IWF-Chef auch noch mit der Mutter eines mutmaßlichen Vergewaltigungsopfers Sex gehabt haben. DSK, so heißt es in den Aussagen, sei nicht darauf aus, Frauen zu gefallen, sondern sich ihrer zu bemächtigen.

Die Sex-Affäre um den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn ist um einige pikante Details reicher. Während sich der New Yorker Vergewaltigungsprozess gegen den französischen Spitzenpolitiker in die Länge zieht, ist Strauss-Kahn auch in Frankreich mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Die Journalistin Tristane Banon hatte Strauss-Kahn vor wenigen Wochen wegen versuchter Vergewaltigung angezeigt.

Anne Mansouret

Anne Mansouret Tristane: Einvernehmlich, aber brutal

(Foto: AP)

Am Montag nun berichtete das Pariser Magazin L'Express, dass auch ihre Mutter eine Affäre mit Strauss-Kahn hatte. Als die sozialistische Abgeordnete Anne Mansouret von der mutmaßlichen Vergewaltigung ihrer Tochter durch ihren ehemaligen Liebhaber erfahren habe, soll sie ihrer Tochter nach eigenen Angaben zum Schweigen geraten haben. Nur dem ehemaligen Parteichef der Sozialisten, François Hollande, will sie davon erzählt haben - er soll seinem Parteifreund Strauss-Kahn zuliebe aber den Mund gehalten haben.

L'Express beruft sich auf eine sechsstündige Aussage, die Mansouret vergangene Woche bei der Pariser Polizei zu Protokoll gegeben haben soll. "Einvernehmlich, aber durchaus brutal" sei der Sex demnach gewesen. "DSK", also Strauss-Kahn, sei nicht darauf aus, Frauen zu gefallen, sondern sich ihrer zu bemächtigen, so wird Mansouret in dem Bericht zitiert. Die 65 Jahre alte Politikerin hatte demnach im Jahr 2000 in einem Pariser OECD-Büro Sex mit DSK. Drei Jahre später traf Mansourets Tochter Tristane den Ex-Geliebten ihrer Mutter dann zum Interview. Tristane Banon, damals 23 Jahre alt, befragte den früheren Minister für ihr erstes Buch. Thema: Fehltritte von Politikern.

"Hast du Angst vor mir?"

Mit dem ersten Interview konnte Banon nicht viel anfangen, doch wenig später lud DSK zu einem zweiten Gespräch in eine Wohnung, nicht weit von der Pariser Nationalversammlung. Hier, so erzählte Banon später ihrer Mutter, sei DSK aufdringlich geworden. Die junge Journalistin flüchtete nach eigenen Angaben. Wenig später habe sie eine SMS erhalten: "Hast du Angst vor mir?", soll Strauss-Kahn gefragt haben. Der Politiker gestand seiner damaligen Ehefrau Brigitte Guillemette, die wiederum eine gute Freundin von Banons Mutter war: "Ich habe mit der Mutter geschlafen und als ich ihre Tochter gesehen habe, habe ich den Kopf verloren."

So jedenfalls schreibt es L'Express, DSK und Guillemette wiesen den Bericht als falsch zurück. Banon selbst schwieg jahrelang. Ihre Mutter war eine Parteifreundin Strauss-Kahns, dessen damalige Ehefrau war Banons Patentante, Tristane Banon verband mit DSKs Tochter eine enge Freundschaft. Erst vier Jahre später, im Februar 2007, erzählte Banon im französischen Fernsehen, wie DSK sie bedrängt hatte. "Er war wie ein geiler Schimpanse", sagte sie damals. "Er hat meinen BH aufgerissen und versucht, meine Hose zu öffnen." Strauss-Kahns Name jedoch wurde bei der Ausstrahlung mit einem Piepton überblendet.

Erst als Dominique Strauss-Kahn im vergangenen Mai in New York festgenommen wurde, weil er ein Zimmermädchen vergewaltigt haben soll, hatte Banon genug. "Seit acht Jahren trage ich diese Geschichte mit mir herum, höre Gerüchte und Lügen über mich", sagte sie und zeigte Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung an. Der Beschuldigte wirft Banon Verleumdung vor.

Die Polizei verhörte bereits Strauss-Kahns Ex-Frau und seine Tochter, im September soll auch der ehemalige Sozialisten-Chef François Hollande an der Reihe sein. Er bewirbt sich derzeit für das Amt des französischen Staatspräsidenten - für das auch Strauss-Kahn nach wie vor im Gespräch ist.