Süddeutsche Zeitung

Sternenhimmel Oktober:Partielle Sonnenfinsternis

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Der Neumond zieht zwischen Sonne und Erde vorbei. Am Vormittag des 25. Oktober ist die Sonne deshalb für zwei Stunden teilweise von einem Schatten bedeckt.

Von Helmut Hornung

Highlight: Das Schattenspiel beginnt am späten Vormittag des 25. Oktober. Am Himmel über München erscheint um 11.15 Uhr am Rand der Sonne eine winzige schwarze Delle, die eine Stunde später rund ein Viertel der gleißend hellen Scheibe bedeckt. Gegen 13.20 Uhr ist der Spuk vorbei, die Sonne scheint wieder makellos. Im Norden Deutschlands beginnt und endet das Spektakel ein paar Minuten früher. Global gesehen lässt sich diese Sonnenfinsternis in einem großen Gebiet von Nordostafrika bis zum westlichen Asien und von Island bis Sri Lanka beobachten. Sie wird aber an keinem Ort total sein. Das hängt mit der kosmischen Konstellation an diesem Tag zusammen. Es kommt immer dann zu einer Finsternis, wenn der Neumond zwischen Sonne und Erde vorbeizieht. Durch Zufall erscheinen die Scheiben der beiden Himmelskörper am irdischen Himmel gleich groß. Im günstigsten Fall kann der Mond die Sonne daher vollkommen abdecken. Am 25. Oktober jedoch gibt es lediglich eine partielle Sonnenfinsternis. Daher wird es selbst während der maximalen Phase nur unmerklich dunkler. Das bedeutet umso mehr Vorsicht bei der Beobachtung. Wer die Finsternis mit bloßem Auge verfolgen möchte, ist mit einer Sofi-Brille gut bedient. Auch der Blick durch Fernglas oder Teleskop ist nur mit speziellen Filtern oder Folien gefahrlos möglich. Bei klarem Himmel empfiehlt sich der Besuch einer Volkssternwarte.

Sterne und Sternbilder: Hoch im Süden schimmert ein großes Sternenviereck - der mächtige Leib des geflügelten Pferdes Pegasus. Deutlich nach Westen gewandert ist das Sommerdreieck mit den Sternen Atair im Adler, Deneb im Schwan und Wega in der Leier. Tiefer stehen Wassermann und Steinbock, knapp über dem Horizont funkelt Fomalhaut im südlichen Fisch. Der Große Wagen rollt am nördlichen Horizont entlang, Kassiopeia blinkt hoch im Osten, wo wir auch die Andromeda finden. Arktur im Bootes leuchtet tief im Nordwesten, Kapella im Fuhrmann ist das Pendant im Nordosten.

Planeten, Mond, Meteore: Merkur zeigt sich vom 10. bis 16. Oktober ab 6.15 Uhr für kurze Zeit tief am morgendlichen Osthorizont. Venus bleibt unsichtbar. Mars im Stier geht am späten Abend auf, Jupiter in den Fischen setzt immer noch den Glanzpunkt am Nachthimmel. Saturn im Steinbock wird im Laufe des Monats zum Objekt der ersten Nachthälfte. Der Fahrplan des Mondes: erstes Viertel am 3., Vollmond am 9., letztes Viertel am 17. und Neumond am 25. Oktober. In der Nacht zum 22. Oktober erreichen die Orioniden ihr Maximum, stündlich blitzen bis zu 20 Meteore auf. Am 30. Oktober endet die Sommerzeit, die Uhren müssen um eine Stunde zurückgestellt werden.

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