Prozess wegen TotschlagsEr saß nass geschwitzt neben ihr am Boden

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„Wir sehen uns dann ja nachher“, sagte Franziska A. noch zu einer Justizbeamtin. Doch diese fand sie fünf Stunden später tot im Langzeitbesucherraum.
„Wir sehen uns dann ja nachher“, sagte Franziska A. noch zu einer Justizbeamtin. Doch diese fand sie fünf Stunden später tot im Langzeitbesucherraum. (Foto: Illustration: Stefan Dimitrov)

Eine Frau hält zu ihrem Mann, einem Strafgefangenen, besucht ihn in der JVA in der sogenannten Liebeszelle. Eines Vormittags aber kommt sie nicht mehr lebend heraus.

Von Benedikt Warmbrunn, Stendal

Franziska A. kam gerne in die Justizvollzugsanstalt Burg in Sachsen-Anhalt. Die JVA-Beamtinnen, bei denen sie Geldbeutel, Ausweis, Smartphone abgeben musste, merkten jedes Mal, wie sehr sie sich gefreut hat auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann. So war das auch an diesem Vormittag Anfang April. Franziska A. hatte sich kontrollieren lassen, dann stieg sie in den Fahrstuhl, der sie zu ihrem Mann Stephan A. bringen sollte. „Wir sehen uns dann ja nachher“, rief Franziska A. einer Justizbeamtin zu, „ruhigen Dienst noch.“ Dann fuhr sie hoch zu dem Zimmer, das sie im JVA-Deutsch Langzeitbesuchsraum nennen und das im Boulevard auch bekannt ist als „Liebeszelle“.

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