Prozess wegen TotschlagsAlles gab sie für ihn auf – dann tötete er sie

Lesezeit: 6 Min.

Justizbeamte führen Stephan A. in den Gerichtssaal. Am Dienstag hat ihn das Landgericht Stendal wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Justizbeamte führen Stephan A. in den Gerichtssaal. Am Dienstag hat ihn das Landgericht Stendal wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt. Klaus-Dietmar Gabbert/Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Franziska A. ist immer da für ihren Mann, auch als er längst im Gefängnis sitzt. Dann liegt sie nach einem Treffen mit ihm tot in der Besuchszelle. Ein Sexunfall, sagt Stephan A. Das Landgericht Stendal sieht das anders. Über das tödliche Ende einer Ehe.

Von Benedikt Warmbrunn, Stendal

Als er aus dem Gefängnis anruft, wie jeden Abend gegen 18 Uhr, sitzt Monika H. mit ihrer Tochter auf dem Sofa. Franziska A. springt sofort auf, geht mit dem Telefon runter, raucht eine Zigarette nach der anderen. Und oben hört die Mutter, wie die Tochter immer lauter spricht. Sie wisse doch gar nicht, ruft sie ins Telefon ihrem Mann zu, ob sie überhaupt Urlaub bekomme. Dann kommt Franziska A. wieder die Treppe hoch, stellt sich vor Monika H. und sagt: „Mama, ich kann gar nicht verstehen, warum ich da noch mal hinsoll. Er hat doch einen Therapieplatz! Er kommt doch bald raus!“ So erzählt es die Mutter ein paar Monate später vor Gericht.

Zur SZ-Startseite

Unvergessen – Große Kriminalfälle
:Der Vater, der seine vier Kinder tötete

Andreas S. gilt als liebender Vater, doch in seiner Beziehung ist er unsicher. Als sich seine Frau von ihm trennt, nimmt er sich ein Messer.

SZ PlusText: Hans Holzhaider, Illustration: Stefan Dimitrov

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: