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Stempelnummern veröffentlicht:Entwarnung in Rheinland-Pfalz, Untersuchungen in Bayern

Die Staatsanwaltschaft Itzehoe ermittelt gegen Verantwortliche eines Futtermittelherstellers aus Uetersen in Schleswig-Holstein. Die Firma Harles & Jentzsch soll jahrelang Reste aus der Biodieselherstellung und der Nahrungsmittelindustrie aufgekauft und zu Viehfutter verarbeitet haben. Auch dieses Unternehmen soll also Mischfettsäure für Futter verwendet haben.

55 landwirtschaftliche Betriebe in Schleswig-Holstein sind mit dioxinhaltigem Tierfutter beliefert worden. Das sagte der Staatssekretär des Kieler Agrarministeriums, Ernst-Wilhelm Rabius, am Dienstag im NDR-Fernsehen.

BADEN-WÜRTTEMBERG

Dem Agrarministerium zufolge ist in Baden-Württemberg bislang kein mit Dioxin verunreinigtes Futtermittel aufgetaucht. Die Vertriebswege würden aber überprüft.

BAYERN

Nach Behördenangaben sind Eier aus einem betroffenen Betrieb an einen Großhandel geliefert worden. Der Großteil sei sichergestellt, einige seien aber bereits an weiterverarbeitende Betriebe geliefert worden. Der Fall werde derzeit untersucht.

BERLIN

Die Hauptstadt ist nach Angaben ist der Umweltsenatsverwaltung bislang nicht vom Skandal betroffen.

BRANDENBURG

Ein Schweineaufzuchtbetrieb wurde vorsorglich gesperrt. Der Betrieb hatte dem Verbraucherschutzministerium zufolge Futter aus einem Werk bezogen, das unter Dioxin-Verdacht stehe. Verbraucher seien nicht in Gefahr.

HESSEN

Das hessische Landwirtschaftsministerium hat zunächst Entwarnung gegeben. Bisher lägen keine Hinweise dafür vor, dass Futter, Eier oder Fleisch dioxinverseucht seien. Die Überprüfung dauere aber an.

MECKLENBURG-VORPOMMERN

Dem Schweriner Agrarministerium zufolge gibt es bisher keine Hinweise auf dioxinbelastete Futtermittel. Die Auswertung der Lieferlisten sei aber noch nicht abgeschlossen.

RHEINLAND-PFALZ

Das Rheinland-pfälzische Agrarministerium hat zunächst Entwarnung gegeben. Nach Expertenangaben seien die Futtermittelhersteller im Land nicht mit den fraglichen Fetten beliefert worden.

SACHSEN-ANHALT

18 Höfe wurden bis Dienstag gesperrt. In 7 Fällen sei bewiesen, dass die Mastbetriebe belastetes Futter erhalten haben, teilte das Agrarministerium mit. In weiteren 11 Fällen bestehe ein solcher Verdacht.

SACHSEN

In einen Geflügelzuchtbetrieb im Raum Dresden und eine Agrarhandelsgenossenschaft im Raum Leipzig soll verseuchtes Futtermittel gelangt sein. Dem Gesundheitsministerium zufolge sind beide Unternehmen inzwischen gesperrt worden. Nach derzeitigem Stand sei kein möglicherweise kontaminiertes Fleisch in den Handel gelangt.

THÜRINGEN

Mit Dioxin belastetes Futtermittel ist auch in Thüringen aufgetaucht. Dem Gesundheitsministerium zufolge hat eine Schweinezuchtanlage belastetes Futter von einem Werk aus Sachsen-Anhalt erhalten. Ob die Lieferungen schon verfüttert worden seien, stehe noch nicht fest.