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Spaniens Monarchie in der Krise:Königspaar verzichtet auf Fest zur Goldenen Hochzeit

Erst der unangenehme Prozess gegen den Schwiegersohn, dann die unsägliche Elefantenjagd in Botswana und zuletzt auch noch Spekulationen über eine Ehekrise des Königspaares: Die spanische Monarchie hat es derzeit nicht leicht. Eine Mitteilung aus dem Palast dürfte die Gerüchte um das Privatleben von Juan Carlos noch befeuern.

Die Sache mit der Elefantenjagd des WWF-Ehrenpräsidenten, der Schwiegersohn vor Gericht, Berichte über eine Ehekrise: Das Image der spanischen Monarchie ist empfindlich angeschlagen, das Königshaus hat mit einer Negativmeldung nach der anderen zu kämpfen. Die Gerüchte über Missstimmungen im Privatleben von König Juan Carlos und Königin Sofia gewinnen nun an Substanz: Zur Goldenen Hochzeit des Paares am Montag soll es keine offizielle Feier geben.

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Seit 50 Jahren sind Spaniens König Juan Carlos und Königin Sofia verheiratet, doch ein Grund zum Feiern ist das offenbar nicht: Das Paar verzichtet auf einen offiziellen Festakt zur Goldenen Hochzeit.

(Foto: dpa)

Wie der staatliche Rundfunk RNE berichtet, gebe es keinen konkreten Grund für den Verzicht auf die Feier zum 50. Ehejubiläum. Seine Silberhochzeit hatte das Paar 1987 noch offiziell begangen: Juan Carlos und Sofia posierten für ein offizielles Foto, veranstalteten ein Dinner für die Familie und gaben einen Empfang im königlichen Palast.

Nun ist nichts von alledem geplant - ob es eine private Feier im Familienkreis gibt, steht noch nicht fest.

Nach der heftigen Kritik an Juan Carlos' Elefantenjagd in Botswana hatte sich der Monarch öffentlich bei den Spaniern entschudligt. Zu Spekulationen um eine Ehekrise nahm das Königshaus allerdings nie Stellung und verwies darauf, dass es sich hierbei um private Angelegenheiten handle.

© Süddeutsche.de/dpa/leja/mike
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