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Drogenschmuggel:Spanische Polizei stellt Kokain-U-Boot sicher

Am Kathedralenstrand in Galicien in Spanien stehen ungewöhnliche Felsformationen.

Die Küste Galiciens mit ihren vielen Höhlen und einsamen Stränden gilt als Einfallstor für illegale Drogen nach Europa

(Foto: wolfgang.mller54/CC BY 2.0)

Mehr als drei Tonnen Kokain sollen sich an Bord befunden haben. Die Behörden vermuten, dass ein Kartell den Schmuggel organisiert.

Die spanische Polizei soll mehreren Medienberichten zufolge am Sonntag ein Drogen-U-Boot an der nordwestlichen Küste des Landes aufgespürt haben. Zwei ecuadorianische Männer, die als Besatzung des U-Bootes gelten, sind demnach festgenommen worden, ein dritter Mann soll jedoch entkommen sein.

Auf dem 22 Meter langen Unterwasserboot seien 3000 Kilogramm Kokain gefunden worden. Die Ware sei aus Kolumbien an die Küste Galiciens gekommen sein. Die Polizei vermutet der "Tagesschau" zufolge, dass das U-Boot einem mächtigen Drogenkartell gehört - sein Wert belaufe sich auf etwa 2,5 Millionen Euro. Zuerst hatte die spanische Tageszeitung El País über den Fall berichtet.

Dem Fund des Vehikels waren gemeinsame Ermittlungen der spanischen und der kolumbianischen Polizei vorausgegangen. Zuletzt war in den Gewässern vor Galicien 2006 ein solches Drogen-U-Boot entdeckt worden, so die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Gefährt damals soll ein Eigenbau gewesen und mit 750 Kilogramm Kokain beladen gewesen sein.

Ganz selten ist das Phänomen allerdings wohl nicht: Der amerikanische Fernsehsender ABC veröffentlichte im September ein Video, das den Hergang der Sicherstellung weiterer Drogen-U-Boote zeigen soll. Zu sehen ist unter anderem eine Art Verfolgungsjagd, bei der Mitglieder der US-amerikanischen Küstenwache offenbar auf ein fahrendes U-Boot springen und den Deckel aufbrechen.

Die Atlantikküste Galiciens mit den Hunderten einsamen Stränden und versteckten Höhlen wird von der spanischen Polizei seit Jahren für ein Einfallstor für illegale Drogen gehalten.

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