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Somalia: Entführte Reporter:Freiheit nach 15 Monaten Geiselhaft

Zwei in Somalia entführte westliche Journalisten sind nach 15 Monaten wieder frei - und berichten von Misshandlungen während der Gefangenschaft.

Zwei vor mehr als einem Jahr in Somalia entführte ausländische Journalisten sind wieder frei. Die Reporter befanden sich am Mittwoch unter der Obhut von Polizei und eines Abgeordneten in der Hauptstadt Mogadischu.

Der Fotoreporter Nigel Brennan, eine der freigelassenen Geiseln, vor seiner Entführung.

(Foto: Archivfoto: Reuters)

Die Kanadierin Amanda Lindhout und der Australier Nigel Brennan wurden nach einer Lösegeldzahlung von 700.000 Dollar aus der Gewalt ihrer Kidnapper entlassen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Nach Angaben eines der Kidnapper wurden für die beiden Geiseln 665.000 Euro gezahlt.

Lindhout sprach in einem ersten Fernsehinterview über Isolation und Folter. Sie sei wiederholt geschlagen worden und habe die meiste Zeit in einem dunklen Raum allein auf dem Boden verbracht.

Über die Haftbedingungen ihres Kollegen, des Fotoreporters Brennan, lagen zunächst keine näheren Angaben vor. Das Team war im August vergangenen Jahres in Mogadischu zusammen mit seinem somalischen Kollegen Abdifatah Mohammed Elmi gekidnappt worden. Elmi ist bereits seit Januar wieder frei.

"Wir sind glücklich, unsere Gesundheit ist in Ordnung", sagte Lindhout der Nachrichtenagentur AP. "Wir senden heute die Botschaft an unsere Familien und Freunde, dass wir bald bei ihnen sein werden."

Die Verschleppung von Journalisten oder Mitarbeitern von Hilfsorganisationen kommt in dem verarmten und vom Bürgerkrieg zerrütteten Land häufig vor. Die Entführer versuchen in der Regel, Lösegeld zu erpressen.

© AFP/AP/dpa/jab
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