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"Snow Art":Schnee is' scho

Seine Kunst ist nicht von langer Dauer, trotzdem stapft der Brite Simon Beck stundenlang durch den Schnee. Der Brite erschafft riesige Bilder in den französischen Alpen. Die Natur und Skifahrer sind seine Gegner.

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Quelle: SZ

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Ihre Existenz dauert nur solange, wie die Natur es gestattet: Der Brite Simon Beck erschafft riesige Bilder in den Skigebieten der französischen Alpen. Er ackert dafür stundenlang durch den Schnee.

Sie sehen aus wie Landeplätze für Ufos, stammen aber aus Menschenhand, genauer gesagt: -fuß. Simon Beck zaubert großflächige Bilder auf unberührte weiße Flächen - indem er stundenlang durch die Gegend stapft, mit Schneeschuhen an den Füßen.

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Quelle: Simon Beck/ Snow Art

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Die Kunstwerke des 55-jährigen Briten im Skigebiet Les Arcs zeigen schraffierte Spiralen, kubistische Kristallgebilde oder konzentrische Kreise.

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Quelle: Simon Beck/ Snow Art

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Die meisten von ihnen sind so groß wie drei Fußballfelder und daher nur aus der Luft zu erkennen - oder von Skipisten und Sesselliften aus zu sehen.

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Quelle: Simon Beck/Snow Art

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"Snow Art" nennt Simon Beck sein naturnahes Hobby - und bezeichnet es als Mischung aus künstlerischer Extremsportart und sportlicher Extremkunst: "Es ist harte körperliche Arbeit und gleichzeitig eine neue Kunstform."

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Bis zu zwölf Stunden arbeitet Simon Beck an einem Bild, teilweise nachts mit der Stirnlampe auf dem Kopf. Zuerst trampelt er das grobe Gerüst der Figur in den Schnee,dann füllt er es mit Mustern und Schraffuren. Freie Flächen findet er auf zugefrorenen Seen, in abgesperrten Gebieten zwischen zwei Skipisten oder neben einem Parkplatz.

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Nach der Vollendung eines Werks muss Beck mit dem Lift nach oben fahren oder zu Fuß aufsteigen, um das Werk zu fotografieren. Manchmal ist er zu langsam, dann ist das Bild schon wieder zerstört: "Manche Leute fahren absichtlich mit den Skiern mitten durch mein Kunstwerk." Oder die Pistenraupe ist schneller.

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Quelle: Simon Beck/ Snow Art

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Aber auch die Natur macht ihm hin und wieder einen Strich durch die Rechnung. Es kommt vor, dass während der Arbeit das Wetter umschlägt, dann war fast alles umsonst. Oder fertige Werke werden innerhalb weniger Stunden weggefegt vom Wind, bedeckt von Neuschnee oder schmelzen im Föhnsturm.

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Doch gerade diese Flüchtigkeit faszniert den Künstler: Es sei das Wechselspiel zwischen den Kräften der Natur und seiner Arbeit, das er spannend finde, sagt Beck. "So läuft das eben", sagt Beck, "der Mensch muss sich den Gesetzen der Natur beugen, wenn er unter freiem Himmel arbeitet."

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