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Simbabwe:Eingeschränkte Jagd

Nach der Tötung des Löwen Cecil verschärfen die Behörden des Landes Vorgaben für die Großwildjagd.

Nach der Tötung des Löwen Cecil aus dem Hwange-Nationalpark in Simbabwe haben die Behörden des Landes die Großwildjagd in der Region eingeschränkt. Das Jagen von Löwen, Leoparden und Elefanten in Gebieten, die an den Nationalpark grenzten, werde ab sofort ausgesetzt, erklärte die simbabwische Nationalparkbehörde. Die Behörde wies am Sonntag zudem Berichte zurück, wonach auch ein Bruder Cecils getötet worden sei.

Die Jagd werde nur noch nach einer schriftlichen Erlaubnis der Behörde und im Beisein von Parkpersonal gestattet, hieß es von der Nationalparkverwaltung. Der "illegale Tod" des beliebten Löwen Cecil durch einen US-Großwildjäger habe gezeigt, dass die Regeln verschärft werden müssten, hieß es. Zudem wurden ähnliche Beschränkungen für die generelle Jagd mit Pfeil und Bogen erlassen.

Cecils Kadaver war Anfang Juli außerhalb des Hwange-Nationalparks entdeckt worden. Der Kopf der Raubkatze fehlte, das Fell war abgezogen. Das Tier wurde bei der Jagd zunächst nur verwundet und starb erst viele Stunden später. Verantwortlich für den Tod Cecils ist der US-Zahnarzt Walter Palmer, der für die Jagd 55.000 Dollar gezahlt haben soll. Simbabwe forderte die Auslieferung Palmers, in den USA wurden Ermittlungen gegen ihn eingeleitet.

© SZ vom 03.08.2015 / AFP
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