Im US-Bundesstaat Louisiana hat ein 31-jähriger Mann nach Polizeiangaben sieben seiner eigenen Kinder erschossen. Zudem tötete er ein weiteres Kind und verletzte drei Menschen teils schwer, wie Polizeisprecher Chris Bordelon der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.
Vorläufigen Erkenntnissen zufolge waren die Getöteten zwischen einem und 14 Jahren alt, sagte Chris Bordelon. Kurz nach 6 Uhr am Morgen soll ein Mann zunächst auf eine Frau geschossen haben, mit der er eine Beziehung hatte. Danach fuhr er zu dem Haus, in dem sich die Kinder befanden. Eines der toten Kinder wurde auf dem Dach gefunden - möglicherweise nach einem Fluchtversuch.
Der Tatverdächtige sei daraufhin geflüchtet und von der Polizei auf der Flucht erschossen worden. Bordelon betonte, dass für die Öffentlichkeit keine Gefahr mehr bestehe. Zu einem Motiv gebe es keinerlei Erkenntnisse.
Polizeichef kündigt bald mehr Informationen an
Wayne Smith, der Polizeichef von Shreveport, sagte zu dem Fall: „Mein Herz ist schwer. Ich kann mir noch nicht einmal anfangen vorzustellen, wie so etwas passieren kann.“ Er versicherte, dass alle „Ressourcen hier draußen sind, dass wir jedes Beweisstück und alles verarbeiten und dass wir zu einem Zeitpunkt in der nahen Zukunft mehr und schlüssigere Informationen geben können.“
Shreveport im Nordwesten Louisianas liegt nah an der Grenze zu Texas. Es ist nach New Orleans und Baton Rouge mit rund 180 000 gemessen an den Einwohnern die drittgrößte Stadt des Bundesstaates. „Das ist eine tragische Situation, vielleicht die tragischste, die wir je in Shreveport hatten. Es ist ein schrecklicher Morgen“, sagte Bürgermeister Tom Arceneaux bei einer Pressekonferenz. Seine Gemeinde trauere.
Auch der Gouverneur von Louisiana, Jeff Landry, teilte seine Anteilnahme mit: „Wir sind zutiefst dankbar, dass die Einsatzkräfte und Rettungskräfte ohne Unterlass vor Ort arbeiten.“

