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Shetland-Inseln:Mehrere Tote bei Hubschrauberabsturz

Rescue operation following North Sea helicopter crash

Rettungskräfte an der Absturzstelle des Helikopters

(Foto: dpa)

Vor den Shetland-Inseln ist ein Helikopter mit 18 Menschen an Bord ins Meer gestürzt - für vier Arbeiter einer Nordsee-Bohrinsel kam jede Rettung zu spät. Unter den Todesopfern ist auch eine Frau.

Beim Absturz eines Hubschraubers vor den schottischen Shetland-Inseln sind vier Arbeiter einer Bohrinsel ums Leben gekommen. Drei Leichen wurden am Samstagmorgen aus der Nordsee geborgen, teilte die Polizei mit.

Die Suche nach der vierten Leiche dauerte am Sonntag an. Ein Überleben schließen die Retter aber wegen der Bedingungen an der Unglücksstelle zwei Meilen vor der Shetland-Hauptinsel Mainland aus: Der Helikopter vom Typ Super Puma (AS332 L2) mit zwei Besatzungsmitgliedern und 16 Passagieren an Bord hatte am Freitagabend Arbeiter einer Ölplattform des französischen Total-Konzerns zum Flughafen Sumburgh bringen sollen. Im Landeanflug stürzte die Maschine aus bisher ungeklärter Ursache ins Meer. Die Opfer waren nach Angaben von Total Beschäftigte von Vertragsfirmen.

Mit Hilfe von Rettungsbooten und zur Hilfe gerufenen Schiffe konnten 14 Menschen gerettet und ins Krankenhaus der Stadt Lerwick gebracht werden. Zu den Todesopfern gehört auch eine 45 Jahre alte Frau. Sie ist nach Angaben der BBC das erste weibliche Todesopfer bei der Öl- und Gasförderung in der britischen Nordsee. Die kanadische Hubschrauber-Transportfirma CHC ließ nach dem Absturz weltweit alle ihre Helikopter des Typs Super Puma bis auf weiteres am Boden. Sie folgte damit einem Aufruf der britischen Helicopter Safety Steering Group (HSSG), einem Gremium der Öl- und Gasbranche.

Schottlands Premierminister Alex Salmond zufolge laufen Ermittlungen zu dem Unfall. Scheinbar sei es zu einem massiven Schubverlust und plötzlichen Sturz ins Meer gekommen, ohne dass die Möglichkeit einer kontrollierten Landung bestanden habe, sagte Rettungsleiter Jim Nicholson. "Es ist ein Wunder, dass bei so einem schweren Unfall nicht noch mehr Menschen ums Leben gekommen sind."

Hubschrauber vom Typ Super Puma waren in den vergangenen Jahren mehrfach abgestürzt. 2009 starben 16 Menschen, ebenfalls beim Transport auf eine Bohrinsel. Bei vier weiteren Vorkommnissen gab es keine Todesopfer.