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Sex-Affäre um ehemaligen IWF-Chef:Hotelangestellte verklagt Strauss-Kahn auf Schadenersatz

Die Affäre um den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, geht in die nächste Runde. Die Anwälte des New Yorker Zimmermädchens haben jetzt Schadenersatzklage eingereicht.

Die New Yorker Hotelangestellte, die den früheren IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn des sexuellen Übergriffs beschuldigt, hat diesen auf Schadenersatz in bislang unbekannter Höhe verklagt. Anwälte der Frau reichten die Klage am Montag bei Gericht im New Yorker Stadtbezirk Bronx ein.

Darin heißt es, Strauss-Kahn habe die Klägerin "vorsätzlich, brutal und gewaltsam" sexuell angegriffen. Der Ex-IWF-Direktor habe die Frau "gedemütigt, degradiert, vergewaltigt" und sie "ihrer Würde als Frau beraubt". Er habe sich eines sexuellen Angriffs, der Körperverletzung, Freiheitsberaubung schuldig gemacht und ihr absichtlich seelischen Schaden zugefügt.

Die 32-jährige Hotelangestellte wirft dem ehemaligen IWF-Chef vor, er sie habe Mitte Mai in seinem New Yorker Hotelzimmer zum Oralsex gezwungen udn außerdem versucht, sie zu vergewaltigen. Strauss-Kahn war vor einem knappen Monat nach sieben Wochen unter Arrest wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Allerdings darf er die USA nicht verlassen.

Ein Richter hatte ihn freigelassen und die Millionenkaution aufgehoben, weil die Staatsanwaltschaft selbst Zweifel an der Aussage des Zimmermädchens bekommen hatte. So soll sie einem in Haft sitzenden Freund am Telefon vorgeschlagen haben, Geld aus der Sache zu schlagen.

Strauss-Kahns nächster Gerichtstermin soll am 23. August stattfinden.

© dapd/olkl
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