bedeckt München

Seltene Kreuzung:Papa Löwe, Mama Tiger

Liger-Baby Tsar

Der kleine Liger "Zar" hat von seinem Löwenvater das helle Fell und von seiner Tigermama die Streifen am Kopf geerbt.

(Foto: dpa)

In einem russischen Wanderzirkus ist ein Liger geboren worden - ein extrem seltenes Tier.

Als einzige Tigerdame in einem Zirkus kann man sich schon mal einsam fühlen. Gut, wenn es dann jemanden gibt, der Mitleid hat und einen Mitbewohner organisiert. So erging es dem Tigerweibchen "Prinzessin" in einem russischen Wanderzirkus. "Wir haben entschieden, sie mit einem Löwen zusammenzubringen", sagt Zirkusdirektor Erik Airapetjan. Löwenmännchen "Cäsar" zog also bei "Prinzessin" ein. Die beiden Raubkatzen "lebten lange Zeit Seite an Seite, sie kannten sich gut. Und als für die Tigerin die Paarungszeit kam, gab es für sie keine andere Lösung", sagt Airapetjan.

Das Tigerweibchen und der Löwe haben Nachwuchs, der jetzt der Welt präsentiert wurde: einen sogenannten Liger. Die Kreuzung der beiden Tierarten ist extrem selten. Das mittlerweile zwei Monate alte Tierbaby namens "Zar", das in der südrussischen Stadt Kamensk-Schachtinski, zur Welt kam, hat von seinem Löwenvater das helle Fell und von seiner Tigermama die Streifen am Kopf geerbt.

Ein ausgewachsener Liger kann bis zu 400 Kilogramm schwer und etwa dreieinhalb Meter lang werden. Damit gehören die Tiere zu den weltweit größten Raubkatzen. In der freien Natur kommen Liger nicht vor. Sie können sich nicht fortpflanzen, weil die männlichen Tiere unfruchtbar sind. Das Gegenstück sind Töwen. Dabei ist die Mutter ein Löwe und der Vater ein Tiger.

© SZ.de/dpa/AFP/lot
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema